Stadtverwaltung erwägt Strecke auf Areal des Harleshäuser Friedhofs

Neue Dirtbike-Strecke auf dem Friedhof? 

Kassel. Auf dem Friedhof Harleshausen könnte eine neue Strecke für Radsportler, so genannte Dirt-Biker, angelegt werden. Dies bestätigte Jürgen Rehs, Leiter der Kasseler Friedhofsverwaltung.

Standort der neuen Sprunghügel-Strecke für Sportradfahrer könnte das Areal im östlichen Teil des Friedhofs werden. Darüber diskutieren derzeit die Ortsbeiräten Harleshausen, Jungfernkopf und Kirchditmold.

Jürgen Rehs

Voraussetzung sei aber, dass die Friedhofsverwaltung das derzeit eingezäunte und eingewachsene Areal, das der Stadt gehört, nicht mehr als Bestattungfläche benötige, sagte Rehs. Darüber werde noch in diesem Jahr entschieden. Steht die möglicherweise frei werdende 100 Meter lange und 40 Meter Breite Fläche dann zur Disposition, wollen sich die fast ausschließlich männlichen jugendlichen Dirt-Biker dort eine Bahn mit Erdhügeln anlegen, wo sie mit ihren Sporträdern rasante Sprünge vollführen.

Zuletzt hatten sich die Dirt-Biker illegal eine solche Buckelpiste im Habichtswald in Höhe der Elenea-Klinik gebaut, die lange geduldet wurde. Sie hätte nachträglich genehmigt werden müssen, was aus Naturschutzgründen und wegen der unklaren Versicherungslage nicht erfolgte.

Seitdem suchen die Sportradfahrer eine neue Strecke, wie Johannes Schade, bei der Kinder- und Jugendförderung für die Dirt-Biker zuständig, jetzt dem Ortsbeirat Kirchditmold berichtete. Der Beirat setzt sich mit einem Beschluss dafür ein, dass die Stadt für die jungen Leute dauerhaft eine Strecke einrichtet. Dabei soll sich die Verwaltung aber mit den angrenzenden Stadtteilen Harleshausen und Jungfernkopf abstimmen, hieß es.

Es hat bereits eine Ortsbesichtigung am Friedhof Harleshausen mit den Verantwortlichen Jürgen Rehs, Dekanin Barbara Heinrich und Johannes Schade gegeben.

Durch Urnengräber, Friedwald, Ruheforst und andere neue Formen der Bestattung benötige man wahrscheinlich nicht mehr soviel Gräberfläche, sagte Rehs. Er werde bei der Beratung aber auch mögliche Bedenken der Menschen wie etwa Ruhestörung oder Verunreinigung im Auge haben, versicherte der Friedhofs-Chef.

So müsse in jedem Fall gewährleistet sein, dass Beisetzungen, die in der Regel gegen 15 Uhr nachmittags beendet seien, nicht durch die Biker gestört werden, betonte er.

Der Abstand zwischen den Grabfeldern und der möglichen neuen Biker-Strecke betrage rund 40 Meter. Für diese Pufferzone sei eine optische Grenzziehung durch Hecken und Pflanzen empfehlenswert. Außerdem müsse das Dirt-Biken genau organisiert werden und der Kontakt zu einem Ansprechpartner gewährleistet sein, sagte Rehs.

Von Sabine Oschmann

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