Beim Zeitfahren der Frauen säumten an Start und Ziel nur wenige Zuschauer die Straßen

Radrennen: Auftakt eher verhalten

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Mit Fahne: Hermann Otten dirigierte Fahrer an der Mittelinsel vorbei. Fotos: Dilling

Baunatal. Fahnenschwenkende Fans, jubelnde Zuschauer, das ist bei der Fußball-WM ein gewohntes Bild. Der Radsport scheint da weniger Emotionen zu wecken: Zum Auftakt der Deutschen Straßenmeisterschaft im Radsport versammelten sich beim Zeitfahren der Frauen in Baunatal relativ wenige Schaulustige im Start- und Zielbereich.

Vielleicht lag das auch daran, dass viele Baunataler gerade erst von der Arbeit nach Hause kamen. Beim Start der Männer sah das schon besser aus.

Die Ordner, die die Friedrich-Ebert-Allee absicherten, erlebten einen ruhigen Start der DM. Das Zeitfahren sei für Zuschauer nicht so spannend, meinte Helferin Julia Hempel, die aufpasste, dass trainierende Rennfahrer aus dem Fahrradlager nicht den Passanten in die Quere kamen.

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„Der große Schwung kommt wohl erst am Samstag“, meinte die junge Frau, deren Ehemann Triathlet beim KSV Baunatal ist.

Auch der Helfer Hermann Otten vom KSV Baunatal hatte viele Pausen. Er warnte heransausende Radrennfahrerinnen mit seiner weiß-roten Fahne vor dem Hindernis der Mittelinsel auf der Friedrich-Ebert-Allee. Für die Pausen war er aber auch dankbar, schließlich hatte er sich gleich für eine Neun-Stunden-Schicht gemeldet. Besucher Erhard Benirschke aus Vellmar waren die Phasen, in denen auf der Strecke nichts passierte, allzu lang. Die Startfolge hätte man besser organisieren können, sagte er.

Wie viele andere Zuschauer suchte Mike Branke, Gewichtheber des KSV Baunatal, mit seinem kleinen Sohn den Schatten unter den Bäumen des Parkstadions. Er hatte wegen der wettbewerbsbedingten Umleitungen das Auto zu Hause gelassen und war mit dem Rad gekommen. Verkehrsprobleme habe es bisher nicht gegeben, sagte DM-Pressesprecher Kurt Heldmann.

Anders sah das Birgit Wagner aus Hertingshausen. Dort habe es Probleme mit der Verkehrsführung gegeben. In Hertingshausen sei man während des Rennes zwar rausgekommen, berichtet die Anwohnerin, „aber nicht mehr rein“. Die Polizei habe alles abgesperrt.

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In Edermünde-Besse habe es allerdings Ärger mit Protestlern wegen der Sperrungen im Ort gegeben, so Heldmann.

Von Peter Dilling

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