Radsportler wollen im Wald bleiben

Kassel. Hunderte Radsportler haben am Montagabend in der Kasseler Innenstadt gegen einen Gesetzentwurf der hessischen Landesregierung demonstriert. Die geplante Erneuerung des Waldrechts würde sie aus weiten Teilen der Wälder aussperren.

Ausgerüstet mit Tröten, Klingeln und Pfeifen starteten die Teilnehmer um 18 Uhr am Hallenbad Ost an der Leipziger Straße. Von dort fuhren laut Veranstalter etwa 500 Demonstranten über den Platz der Deutschen Einheit, die Fuldabrücke, den Steinweg und die Fünffensterstraße zum Rathaus. Dort fand eine Abschlusskundgebung statt. Auf der Strecke sowie an den Straßenbahngleisen vor dem Rathaus kam es kurzzeitig zu Behinderungen.

Viele der Teilnehmer waren in voller Montur mit Helm, Handschuhen und Schutzbrille gekommen und hatten Schilder mit Protestschriftzügen an ihren Rädern befestigt. Elmar Kriesten, der die Radler-Demo mit Alois Lorscheider-Brinkmann und Thorsten Juraschka organisiert hatte, brachte die Sorge der Teilnehmer per Lautsprecher auf den Punkt: „Wenn dieses Gesetz verabschiedet wird, dann ist unser Sport tot und macht keinen Spaß mehr.“

Viel Applaus erhielten die Redebeiträge der Organisatoren, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, der Naturfreunde Kassel und der Mountainbiker.

Demo in Kassel

Demo in Kassel: Radsportler wollen im Wald bleiben

Pfiffe und Buh-Rufe hingegen gab es für die angeprangerten Pläne des Umweltministeriums, das Radfahren im Wald nur noch auf festen Wegen zu gestatten. Die müssten so breit sein, dass auch ein Auto zu jeder Jahreszeit darauf fahren kann. (sal)

Rubriklistenbild: © Foto:  Lammel

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