Stadt prüft Ausbau der Schillerstraße – Komplette Sperrung nicht geplant

Radweg zum Bahnhof

Enge Durchfahrt: Der Tunnel am Ende der Schillerstraße zur Phillipistraße/Ecke Tannenstraße im Stadtteil Rothenditmold könnte für Autofahrer gesperrt werden, sollte die Schillerstraße zum Radweg ausgebaut werden. Foto:  Puchta

Rothenditmold. Für Radfahrer und Fußgänger, die in Rothenditmold auf der engen und unbeleuchteten Schillerstraße Richtung Hauptbahnhof unterwegs sind, könnte sich die Situation bald verbessern.

Im städtischen Straßen-, Verkehrs- und Tiefbauamt wird der Ausbau der Straße zum Rad- und Fußgängerweg geprüft. Das bestätigte Amtsmitarbeiter Gerhard Späth.

Die Schillerstraße, die vom Hauptbahnhof Richtung Rothenditmold Einbahnstraße ist, wird vor allem im Berufsverkehr von Autofahrern genutzt, die zuweilen unerlaubterweise auch in entgegensetzter Richtung durch die Einbahnstraße fahren. Das berichteten Mitglieder des Ortsbeirates Rothenditmold.

Unerlaubterweise würden umgekehrt einige Autofahrer gern auch mal entgegen der Einbahnstraße Richtung Brandau- beziehungsweise Philippistraße über die Schillerstraße fahren, berichten Mitglieder des Ortsbeirates Rothenditmold. Auch auf der jüngsten Sitzung des Beirats war das Thema Radverkehrsführung im Stadtteil ein Thema. Für die Rothenditmolder Radfahrer ist vor allem die Anbindung der Schillerstraße an den Hauptbahnhof wichtig.

Eine Überlegung im Beirat war, die Schillerstraße für Autos komplett zu sperren. Das sei aber gar nicht nötig, sagte Späth. Denn alles in allem halte sich der Autoverkehr in diesem Bereich in Grenzen. Eine Sperrung könnte allenfalls ab Ende Schillerstraße im Bereich Uferstraße/ Abzweig Brandaustraße vor dem engen Tunnel, der auf die Philippistraße/ Ecke Tannenstraße führt, erfolgen. „Ein Verkehrsspiegel wäre zwar auch eine Möglichkeit, aber erfahrungsgemäß übersteht der die ersten drei Monate hier nicht heil“, sagte Späth.

Sollte der Ausbau der Schillerstraße realisiert werden, müsse auch eine Beleuchtung entlang des Weges erfolgen. Profitieren würden von einem gut beleuchteten Rad- und Fußweg auch die Besucher des Musiktheaters an der Angersbachstraße. Einigen müsste sich die Stadt zunächst noch mit der Bahn AG, der ein Teil der Schillerstraße gehört. Wie schnell der Ausbau umgesetzt werden könnte, hänge also auch von der Kooperation mit der Bahn ab, sagte Späth.

Wenig Hoffnung macht er den Radfahrern indes für eine sicherere Fahrt unter den drei Brücken an der Wolfhager Straße. Vor allem im dritten Tunnel Richtung Stadt wäre eine Verbreiterung der Fahrbahn mit Radfahrstreifen notwendig, „aber dafür müssten wir sehr tief in die Tasche greifen“, sagte Späth. Eine Änderung sei hier zurzeit nicht in Sicht.

Von Monika Puchta

Hinweis: In einer ersten Version hatten wir irrtümlich die Fahrtrichtungen verwechselt. Wir bitten um Verzeihung, wir haben den Fehler korrigiert. (rpp)

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