Bewohner sorgen sich nach dem Umbau der Friedrich-Ebert-Straße um die Verkehrssicherheit

Radweg wird weiter diskutiert

Linksabbiegen bleibt erlaubt: Im Bereich Karthäuserstraße wird der geplante Mittelstreifen unterbrochen. Foto:  Puchta

Vorderer Westen/Mitte. In der Aula in der Luisenschule blieben am Dienstagabend viele Stühle leer: 25 Bürger kamen zur Versammlung, bei der Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der drei zuständigen Planungsbüros die Pläne für den Umbau der Friedrich-Ebert-Straße vorstellten.

Nächstes Jahr sollen die Leitungen neu verlegt werden. Der Straßen- und Gleisbau ist für 2014/15 geplant. Ziel sei, die Friedrich-Ebert-Straße von der Einmündung Goethestraße bis zum Ständeplatz in einen Boulevard mit vier Meter breiten Gehwegen und einer durchgehenden Baumallee zu verwandeln, erklärten die Planer. Autos und Straßenbahn sollen sich künftig eine Fahrspur teilen. Neu gebaut werde ein 2,50 Meter breiter begehbarer Mittelstreifen, der auch für Rettungsfahrzeuge wichtig sei.

Einschränkungen erwartet

Die meisten Besucher waren Anlieger und so interessierte sie die während der Bauphase zu erwartenden Einschränkungen. Die Geschäfte blieben während der Bauzeit erreichbar, die Zulieferung sei gewährleistet, sagte Jens Herzbruch vom Amt für Stadtplanung. Unklar sei noch, ob die Straße während des Baus abschnittsweise gesperrt werde oder ob je eine Fahrbahnseite frei bleiben könne.

Sorgen bereitet Anwohnern der künftige Radweg, der durchgängig bis kurz vor die Haltestelle Ständeplatz geführt werden soll. „Warum wird der Radweg entlang der Straße neben den Parkplätzen geführt und nicht neben dem Bürgersteig?“, fragte eine Bewohnerin. Sie fürchte, dass Autofahrer durch die von hinten anfahrenden Radler beim Ein- und Ausparken Probleme bekommen könnten.

Radfahrer hätten auf dem 1,85 Meter breiten Radweg genug Platz, die Autos zu umfahren, antwortete Markus Funke vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Zudem gebe es zwischen Radweg und Fahrbahn einen 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen. Ziel sei es, die Fußgänger auf dem neuen Boulevard zu stärken. Daher sollten die Radfahrer nicht entlang des Gehwegs geführt, sondern der Straße zugeordnet werden. Abgetrennt werde der Radweg mit einem breiten, weißen Streifen, den Autofahrer nur zum Einparken überfahren dürfen.

Parken in zweiter Reihe sei also nur in Notfällen erlaubt. Das Aus- und Beladen von Fahrzeugen vor Geschäften sei kein Notfall, dafür werde man genug Ladezonen schaffen. „Die sind abends zum Parken freigegeben“, sagte Funke.

Die in der vergangenen Woche bei der gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Vorderer Westen und Mitte kritisierten Pläne, Radfahrern zu erlauben, im Bereich der Haltestelle Ständeplatz auf den Gehweg vor dem Gloriakino auszuweichen, waren bei der Bürgerversammlung in der Luisenschule kein Thema. Man prüfe, ob es zu dieser Lösung noch Alternativen gebe, sagte Anne Umbach vom Straßenverkehrsamt auf HNA-Nachfrage.

Von Monika Puchta

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