Kasseler Goethe-Gymnasium feiert sein 125-jähriges Bestehen mit Projekttagen und Schulfesten

Das Rätsel der roten Farbe

Am Standort in der Ysenburgstraße: Heinz Fohrmann (links), Lehrer und Vorsitzender des Personalrats, sowie Ludger Becklas, seit 2010 der Schulleiter des Goethe-Gymnasiums. Fotos: Wienecke

Kassel. Diese Schule hat ein ganz besonderes Profil: Sie ist aus verschiedenen Schulzügen im Realschulbereich entstanden und hatte mehrere Standorte und Bezeichnungen: Die Goetheschule im Wesertor in Kassel, die seit 2003 Goethe-Gymnasium heißt, feiert ihr 125-jähriges Bestehen. „Wir rechnen mit bis zu 2000 Gästen“, sagt Ludger Becklas, der die Schule seit 2010 leitet. Seit über einem Jahr bereite sich die Schule auf das große Jubiläumsfest vor.

Zwei Projekttage vorab

Die Feier findet ihren Höhepunkt am Samstag, 27. September. Dann werden die Schüler ihre Resultate aus zwei Projekttagen präsentieren. Sie beleuchten ihr Können und Wissen, die Geschichte der Schule, bieten an Verkaufsständen selbst Hergestelltes an und verwöhnen die Besucher auch kulinarisch.

„Es gibt 36 Nationalitäten an unserer Schule, die in einem friedlichen und toleranten Miteinander lernen“, sagt Oberstudiendirektor Becklas (60), dessen Stellvertreter Studiendirektor Jürgen Schales ist.

Den Festakt, der ab 10 Uhr stattfindet, umrahmen Auftritte des Musikensembles und des Ehemaligenchors, eine Aufführung im Bereich Darstellendes Spiel und ein Sketch, der den bilingualen Unterricht aufgreift. Am Sonntag, 28. September, folgt ab 11 Uhr ein Bootshausfest für Schüler und Ehemalige. 1024 Schüler besuchen derzeit das Goethe-Gymnasium. Sie werden von 88 Lehrern und elf Referendaren (Lehrkräfte in Vorbereitung) unterrichtet. Darüber hinaus wurden fünf Lehraufträge vergeben. Die neunten Klassen und die Oberstufe werden in dem Gebäude in der Ysenburgstraße 41 unterrichtet, das die Schule 1913 bezog. Die Jahrgänge 5 und 6 sind in der Schützenstraße 5 untergebracht. Nicht weit, an der Wimmelstraße 5, werden die Klassen 7 und 8 unterrichtet. Zum Schuljubiläum werden viele Ehemalige erwartet, daher werden Führungen in der Ysenburgstraße angeboten. Den früher oft verwendeten Spitznamen „Eimer“ bekam die Schule übrigens, als sie 1906 Oberrealschule II „im Entstehen“ war. Die Abkürzung „i. E.“ wurde einfach umgedeutet in „im Eimer“.

Wer vor 52 Jahren fast den Unterrichtsbetrieb lahmlegte, sei bis heute nicht bekannt, verrät Becklas. Die Statue am Sportplatz, ein nackter Jüngling, war an intimer Stelle mit roter Farbe bemalt worden, was den damaligen Direktor ausgesprochen aufbrachte. Die Farbe ging wieder ab, dafür trägt der junge Mann inzwischen einen kleinen eingravierten Schnurrbart.

Goethe-Gymnasium, Ysenburgstraße 41, Tel. 87 10 49, www.goethegymnasium-kassel.de Artikel unten

Von Bettina Wienecke

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