Ermittlungen gegen Offenbacher Fans

Prügel am Hauptbahnhof: Randale vor dem KSV-Spiel

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Während des Spiels gab es keine Ausschreitungen: Unser Bild zeigt den Block der Offenbacher in der Südkurve des Auestadions. Die Offenbacher waren mit rund 500 Fans nach Kassel gekommen. Foto:Schachtschneider

Kassel. Auf dem Spielfeld trennten sich der KSV Hessen Kassel und die Offenbacher Kickers unentschieden 1:1 und auch daran kann es gelegen haben, dass die ganz großen Emotionen ausblieben. Aber das hatte auch etwas Gutes: Während des Spiels blieb es auf den Rängen friedlich.

Pyrotechnik kam nicht zum Einsatz. Die Fanblocks - die Offenbacher hatten mit rund 500 die deutliche Mehrheit - bekämpften sich über das Spielfeld hinweg lediglich mit Gesängen und Sprechchören.

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Vor dem Spiel sah das zeitweise anders aus: Am Hauptbahnhof war es zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen. Als Offenbach-Fans sich dort aufhielten, traf zufällig ein Zug mit Kasseler Fans ein. Und schon ging es los: Offenbacher, die schon in einem KVG-Bus saßen, wollten wieder hinaus - Scheiben des Busses gingen dabei zu Bruch. Draußen kam es dann zu einer Keilerei: Es gab leicht Verletzte, die Polizei ermittelt nun gegen drei Fans aus Offenbach wegen Körperverletzung.

Vor dem Stadion schließlich wurde einem Offenbacher Fan noch verbotene Pyrotechnik abgenommen. Auch er hat nun nach den Worten von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch ein Ermittlungsverfahren am Hals. Ein anderer Fan musste bis zur Halbzeit ins Polizeigewahrsam.

Selten war am und im Auestadion in den letzten Jahren ein solch großes Polizeiaufgebot zu sehen wie bei dem Spiel am Sonntag. Das Konzept der Polizei - strikte Trennung der Fan-Gruppen unter anderem mit einem Absperrgitter an der Eissporthalle - sei voll aufgegangen, sagt Wolfgang Jungnitsch. Angesichts der im Vorfeld befürchteten möglichen Ausschreitungen zwischen den verfeindeten Fan-Lagern sei es „optimal gelaufen“. (tho)

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