26 Polizei-Einsätze in Stadt und Landkreis Kassel

Randale statt Gruselspaß

Kassel. Aus Gruselspaß wurde bisweilen Ärger: Zu Halloween am Donnerstagabend musste die Kasseler Polizei zu insgesamt 26 Einsätzen in Stadt und Landkreis Kassel ausrücken. In den meisten Fällen hatten Anwohner Kinder und Jugendliche gemeldet, die Eier gegen Hauswände warfen.

Auch 50 Straßenbahnen und etliche Busse wurden beschmiert. Einige der Beteiligten erwarte deshalb ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, teilt die Polizei mit.

An der Fasanenhofschule steckten Jugendliche gegen 19.10 Uhr eine Mülltonne in Brand. Eine Anwohnerin löschte das Feuer und konnte so Schlimmeres verhindern.

Um 22.30 Uhr bewarfen Jugendliche an der Haltestelle Oberzwehren eine Straßenbahn nicht nur mit Eiern. Auch ein Stein flog gegen die Frontscheibe der Bahn. Der Schaden wird auf 5000 Euro beziffert. Zudem wurde die Scheibe an einer Haltestelle beschädigt.

„Allein 50 Straßenbahnen und etliche Busse wurden mit Eiern beworfen und mussten gereinigt werden“, sagt KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. Auch von innen seien sie beschmiert worden, weil Jugendliche an den Haltestellen durch die geöffneten Türen Eier ins Innere geworfen hättin. Allein die Reinigung der Bahnen habe 15 000 bis 20 000 Euro gekostet, sagte Hamdad. Das Personal habe eine Nachtschicht einlegen müssen, damit die Fahrzeuge am Freitagmorgen wieder eingesetzt werden konnten.

Weil sich die verkleideten Kinder und Jugendlichen in den meisten Fällen friedlich verhalten hätten, seien diese Ausreißer besonders ärgerlich, teilt Polizeisprecher Torsten Werner mit. Einige würden die Halloween-Party offenbar falsch verstehen und über das Ziel hinausschießen.

„Es ist kein Kavaliersdelikt, Eier gegen die Hauswände zu werfen – auch wenn dies so wahrgenommen wird. Der Putz muss abgetragen werden und das kann teuer werden“, sagt Werner. Auch vergangenes Jahr sei die Polizei an Halloween zu ähnlich vielen Einsätzen gerufen worden. (bal)

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