„Alarmierende Zahlen“

Corona in Kassel – Rasanter Anstieg der Inzidenzen bei Schulkindern

In Kassel sind die Inzidenzen bei Schulkindern rasant angestiegen. Die Schul- und Gesundheitsdezernentin warnt.
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In Kassel sind die Inzidenzen bei Schulkindern rasant angestiegen. Die Schul- und Gesundheitsdezernentin warnt. (Symbolbild)

Die Inzidenzwerte bei Schulkindern in Kassel hat sich innerhalb einer Woche verdoppelt. Schul- und Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote warnt vor „alarmierenden Zahlen“.

Kassel - Beunruhigende Corona-Zahlen bei Kindern und Jugendlichen in Kassel hat jetzt Stadträtin Ulrike Gote präsentiert: Während der Inzidenz-Wert in der Stadt inzwischen auf unter 20 gesunken ist, sind innerhalb dieses Mittelwertes einer Gesamtentwicklung die Inzidenzwerte bei Schulkindern „rasant“, so Gote, angestiegen. Sie haben sich teilweise innerhalb einer Woche verdoppelt. Schul- und Gesundheitsdezernentin Gote berichtete im jüngsten Schulausschuss den Mitgliedern von „alarmierenden Zahlen“, wie sie sagte.

So sei beispielsweise die Inzidenz bei den Grundschulkindern im Alter von 6 bis 10 Jahren von der 22. Kalenderwoche (31. Mai bis 6. Juni) von 34,7 auf jetzt 69,3 gestiegen. Eine Verdoppelung gab es auch in der Gruppe der 15- bis 20-Jährigen von 25,7 auf 51,4. Am höchsten lag die Inzidenz zuletzt bei den Elf- bis 14-jährigen: bei einem Wert von 102,4.

Corona-Inzidenz bei Schulkindern steigt – Schul- und Gesundheitsdezernentin warnt

Der Inzidenzwert beziffert den Wert der Corona-Fälle der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner gerechnet. Dass sich die Inzidenzen bei den Kindern noch nicht negativ auf den Gesamtwert in der Stadt Kassel ausgewirkt hat, liege an den stark sinkenden Zahlen innerhalb der übrigen Altersgruppen, so Gote. Bei den Über-80-Jährigen beispielsweise liegt er zurzeit bei 7,6.

Absolute Zahlen nannte Gote nicht. Da die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Kassel zuletzt immer nur geringfügig gestiegen ist, muss auch die Zahl der infizierten Kinder noch überschaubar sein.

Inzidenzen in Kassel nach Altersgruppen.

Corona-Inzidenzen in Schulen in Kassel: „Wir dürfen nicht sorglos werden“

Ulrike Gote äußerte sich dennoch besorgt. „Wir müssen die Entwicklung genau beobachten, und vor allem müssen wir weiterhin sehr vorsichtig sein.“ Was sich hinter dem plötzlichen Anstieg der Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen in Kassel verberge, könne sie zurzeit noch nicht sagen, so Gote. Auch einen Zusammenhang zum neuerlichen Präsenzunterricht in den Schulen, wollte sie nicht herstellen. Nur so viel: „Wir dürfen nicht sorglos werden.“ Sie wünschte sich, dass auch Kinder geimpft werden können. „Nur mit dem Impfen erreichen wir ein gegenläufiges Infektionsgeschehen.“ Problem: „Wir haben nach wie vor nicht genügend Impfstoff.“

Wichtig sei im Zusammenhang mit Corona in Schulen deshalb auch die jüngste Vorgabe von Kultusminister Alexander Lorz, der angewiesen hatte, dass in hessischen Schulen weiterhin im Unterricht Masken getragen werden müssen und zwei mal wöchentlich getestet wird. (Christina Hein)

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