Empfindliche Wurzeln vor Frost schützen – viele Rosen blühen noch – Hortensien nicht schneiden

Rasenmäher muss noch mal ran

Gefragte Gartenexperten: Eberhard Walther und Mechthild Borchert vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen beantworteten gestern Leserfragen zu Garten im Herbst. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Noch wächst der Rasen und viele Rosen blühen weiterhin. Der Herbst hat sich bislang von seiner milden Seite gezeigt. Deshalb ist noch immer etwas Zeit, um den Garten auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Dabei werden die meisten Gartenbesitzer wohl auch den Rasenmäher noch einmal rausholen müssen. Das jedenfalls empfehlen Eberhard Walther und Mechthild Borchert vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, die gestern an unserem Lesertelefon Fragen beantworteten:

Im letzten Winter hat unser Rasen furchtbar gelitten. Was kann man jetzt noch tun, um ihn besser vorzubereiten?

Antwort: Sollte der Rasen noch einmal ordentlich gewachsen sein, braucht er vor dem Winter noch einmal einen Schnitt. Dabei sollte er nicht ganz so kurz geschnitten werden wie im Sommer. Sind die Grashalme aber zu lang, kann es zu Schimmelbildung kommen und die Wurzeln leiden. Grasschnitt und Laub sollten gründlich entfernt werden. Für eine Rasendüngung ist es jetzt zu spät.

Wir haben herrliche Rosen, die auch noch blühen. Soll ich sie jetzt zurückschneiden? Und wie schütze ich die Pflanzen richtig?

Antwort: Rosen müssen vor dem Winter nicht zurückgeschnitten werden. Die Blüten sind auch im Raureif noch ein schöner Gartenschmuck. Viele Gärtner kürzen die Triebe aber etwa um ein Drittel. Beim Rückschnitt sollte man vorsichtig sein, damit die Rose nicht zu stark zurückfrieren kann. Den Wurzelbereich und die Veredelungsstelle sollte man jetzt durch das Anhäufeln von Erde abdecken. Laub und Reisig schützen zusätzlich. Wer plant, Rosen umzusetzen, sollte dies auf das Frühjahr verschieben.

Soll ich jetzt die Hortensien schneiden?

Antwort: Nein, denn sonst blühen sie im nächsten Jahr nicht. Erst im Frühjahr werden die Stängel mit den Blütenköpfen herausgeschnitten.

Bereits seit Sommer ärgert uns ein Maulwurf in unserem Garten. Was können wir tun?

Antwort: Maulwürfe dürfen nicht bekämpft werden. Sie können aber versuchen, das Tier zu vertreiben. Entfernen Sie frische Haufen möglichst schnell. Das stört den Maulwurf und bestenfalls verzieht er sich.

Vor unserem Haus stehen drei prächtige Rhododendren, die nun zu groß geworden sind. Ich möchte sie gern stutzen.

Antwort: Dieses Vorhaben sollten Sie auf das Frühjahr verschieben, denn die Pflanzen haben jetzt schon die Knospen für das nächste Jahr angesetzt. Zwar schneidet man Rhododendren nicht zurück, wenn sie zu groß werden, kann man aber durchaus einmal nach der Blüte auch kräftiger rangehen.

Wir haben eine sehr schöne Stammrose in einem großen Topf. Kann man sie auch im Freien überwintern?

Antwort: Wenn möglich sollte man den Wurzelballen der Topfrose in der Gartenerde versenken. Wenn das nicht möglich ist, sollte der Topf - am besten ist das ein Terracotta-Topf - warm zum Beispiel in Noppenfolie eingepackt werden und an einem geschützten Ort stehen. Auch das Erdreich braucht eine Abdeckung. Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen nicht austrocknet und gießen Sie die Rose an frostfreien Tagen.

Von Martina Heise-Thonicke

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