Geschenke für Studienanfänger

Kasseler Rathaus platzte bei Empfang der Erstsemester aus allen Nähten

Neue Clique schon komplett: Alina Schindehütte aus Zierenberg, Anna Hofmann aus Thüringen, Johanna Scheunert aus Malsfeld und Paulina Zeller aus Calden haben sich in den Ersti-Veranstaltungen für das Grundschullehramt kennengelernt. Auch den Emfpang im Rathaus besuchten sie gemeinsam. Foto: Hedler

Kassel. Studienanfänger werden in Kassel nach allen Regeln der Kunst umworben: Die Erstsemester, die am Mittwoch zum traditionellen Empfang von Stadt und Universität ins Rathaus strömten, bekamen an allen Ecken Geschenke und Einladungen zugesteckt.

Bepackt mit Tüten und Taschen voller Aufmerksamkeiten von Kultureinrichtungen, Unternehmen, Vereinen und Uni-Einrichtungen schoben sich die neuen Studenten durch die Gänge.

„Klar kommt man wegen der Geschenke“, sagt Manuel Kroschewski aus Kassel, der gerade in sein Wirtschaftsstudium gestartet ist. Aber auch die Reden wolle er sich anhören. Mit den Gutscheinen für Therme, Huskies, Pizzabringdienst und Co. sind Freizeitgestaltung und Verpflegung in den ersten Uni-Wochen gesichert. Und die Ausbeute an Kulis könnte sogar bis zum Studienabschluss reichen. Oberbürgermeister Bertram Hilgen pries die Vorzüge Kassels an und warb bei den Neuankömmlingen darum, doch gleich den Erstwohnsitz in Kassel anzumelden: „Hier sind sie richtig.“ Uni-Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey stellte den Erstsemestern „einen wunderbaren Lebensabschnitt“ in Aussicht. In Umfrage äußerten sich die meisten Studierenden in Kassel zufrieden. „Aber auf den Lorbeeren wollen wir uns nicht ausruhen“, sagte er. „Ich verspreche Ihnen, dass wir die Studienqualität noch weiter verbessern.“ Auch das Selbstlernzentrum auf dem Campus, das in Kürze eröffnet, solle dazu beitragen.

Als dann noch die Getränketheke öffnete und der Asta seine begehrten Turnbeutel mit Wachbär-Motiv und allerlei nützlichem Info-Material ausgab, verstopfte die Rathaustreppe vollends. Wer raus wollte, musste Geduld beweisen oder Schleichwege kennen. Kassel will seine Studenten am liebsten gar nicht mehr gehen lassen.

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Hintergrund: 4900 sind neu an der Uni

Zum Wintersemester fangen nach den vorläufigen Zahlen 4900 Studierende neu in Kassel an. Das sind etwas weniger als im vorigen Jahr (5200). 3400 der Neuen sind echte Erstsemester, das heißt, sie haben vorher noch nicht studiert. Bei den anderen 1500 handelt es sich um Neueinschreibungen. Sie sind zum Beispiel von einer anderen Hochschule nach Kassel gewechselt.

Obwohl es etwas weniger Neuanfänger gibt, ist die Gesamtzahl der Studenten nochmal um rund 200 gestiegen auf aktuell 24 600. Das liegt daran, dass die Absolventen-Jahrgänge kleiner sind als die neuen Jahrgänge. Männer sind an der Uni Kassel mit 52 Prozent leicht in der Überzahl gegenüber den Frauen. Der Anteil internationaler Studenten liegt bei 11,7 Prozent.

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