Überlegungen gelten als absurd

Rathenauplatz: Opposition ist gegen Noldas „Schnapsidee“

Kassel. Viel Gutes kann die Opposition in der Stadtverordnetenversammlung nicht an der Idee von Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) finden, den Rathenauplatz und damit auch die Wilhelmshöher Allee umzugestalten.

In Pressemitteilungen kritisierten CDU und FDP das Vorhaben als „absurd“ und „Schnapsidee“.

Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne)

„Solange es in Kassel noch einen Sanierungsstau bei den Schulgebäuden, kaputte Straßen und marode Brücken gibt, sollte nicht von Plätzen mit Herkulesblick auf der Wilhelmshöher Allee geträumt werden“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Dominique Kalb. „Die Überlegungen von Herrn Nolda sind eine bizarre Schnapsidee.“

Heinz Gunter Drubel (FDP) nannte das Vorhaben „ein Stück aus dem grünen Wolkenkuckucksheim und völlig absurd“. Stadtbaurat Nolda „verzettelt sich dermaßen, dass er die wirklich wichtigen zu lösenden Probleme wie Straßen, Schulen, Kreiselumbau, Fernbusbahnhof, Verkehrs- und Parkprobleme am Herkules und vieles mehr vernachlässigt“, sagte Drubel.

Die Stadt solle ihre begrenzten Investitionsmittel für den Erhalt der Infrastruktur und die Verbesserung der Sicherheit ausgeben, sagte Kalb. In diesen Bereichen gebe es genügend Baustellen, um die sich Nolda zu kümmern habe. „Der unsinnige Vorschlag zeigt einmal mehr, dass der unglücklich agierende Stadtbaurat mit seiner fundamentalistischen Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik zunehmend auch zum Problem für Oberbürgermeister Hilgen wird“, so Kalb. (clm)

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