Dieser Einsatz wird teuer

Raubüberfall entpuppte sich als Rap-Video

Kassel. Ein vermeintlicher Raubüberfall, der sich später als Rap-Videodreh entpuppte, verursachte am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr einen Polizeieinsatz.

Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz wurde ein Autofahrer an der Weserspitze auf einen Mann aufmerksam, der eine Schusswaffe in der Hand hielt, diese wegsteckte und anschließend einen Kiosk betrat.

Der Zeuge alarmierte über Notruf die Polizei, die sofort mit mehreren Streifen zu dem Kiosk eilte. Beim Betreten des Kiosks hätten die Beamten noch davon ausgehen müssen, mit einem bewaffneten Täter konfrontiert zu werden. Dort trafen sie dann aber lediglich auf den Inhaber und zwei völlig unbeteiligte Kunden. Von dem bewaffneten Mann fehlte jede Spur.

Der Kioskbesitzer brachte dann Licht ins Dunkle. Er erklärte, dass es keinen Raubüberfall mit Schusswaffe gegeben habe. Es handelte sich vielmehr um ein Rap-Video, das dort von Freunden eines Angehörigen gedreht worden sei. Dabei sollen mehrere Personen für das Video mit einer Waffe einen Raubüberfall auf den Kiosk „gespielt“ haben. Dadurch hatten sie allerdings auch leichtsinnig den Polizeieinsatz ausgelöst und für erhebliches Unbehagen bei dem Autofahrer gesorgt, so Mänz.

Die weiteren Ermittlungen zu den einzelnen am Videodreh beteiligten Personen und möglicher waffenrechtlicher Verstöße dauern an. Die Verursacher erwartet nun zudem eine Kostenrechnung von mehreren hundert Euro für den unnötig herbeigeführten Polizeieinsatz, bei dem vier Streifen eingesetzt waren. 

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

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