Ab 2015 sollen 106.000 Kasseler Haushalte Warnsystem haben

Rauchmelder: Warum jetzt die Mieter zahlen müssen

Kassel. Bis Jahresende müssen sämtliche Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Und damit kommen auf die Kasseler Mieter Mehrkosten zu.

Ab 1. Januar 2015 tritt in Hessen die Rauchmelderpflicht in Wohnungen in Kraft. Für die Ausstattung der Wohnungen mit Rauchmeldern ist nach der Hessischen Bauordnung der Eigentümer beziehungsweise Vermieter zuständig. Er darf aber die Kosten umlegen. Elf Prozent der Kosten könnten im Jahr auf die Miete umgelegt werden, erklärt Ulrich Bartke, Geschäftsführer des nordhessischen Haus- und Grundeigentümerverbands in Kassel. Das könne bedeuten, dass sich die Mieten im Schnitt für die Dauer von neun Jahren um bis zu zwei Euro pro Monat erhöhen.

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Auch die GWG, mit 8500 Wohnungen die größte Wohnungsbaugesellschaft in Kassel, liege gut in der Zeit: „Wir werden bis zum 31. Dezember in alle Wohnungen Rauchwarnmelder eingebaut haben“, sagt GWG-Geschäftsführer Peter Ley. Das sind bei drei bis vier pro Wohnung insgesamt 34 000 Rauchmelder. „Die Kosten werden umgelegt.“ Für Mieter einer Drei-Zimmer-Wohnung könnten das laut Ley 22 Euro Mehrkosten im Jahr bedeuten.

Ob der Mieter zur Kasse gebeten werden kann, komme auf den Mietvertrag und die entsprechende Klausel bei den Betriebskosten an, sagt Karl-Heinz Schwabe, Geschäftsführer des Mieterbunds Nordhessen. Er geht von Mehrkosten für Mieter von 30 Euro im Jahr aus. Viele sähen die Investition aber ein: „Für Mieter ist mehr Sicherheit durch Rauchmelder ein wichtiges Thema.“

Bei Rauchentwicklung schlagen die Geräte Alarm und können so Leben retten, denn Rauchgase können tödlich sein. Klaus Mierke von der Kasseler Feuerwehr ist froh, dass für die 106.000 Kasseler Haushalte künftig Rauchwarnmelder vorgeschrieben sind. „Wir hatten in diesem Jahr schon mehrere Einsätze nach Rauchmelder-Alarm und konnten so Schlimmstes verhindern.“ (chr/rud)

Rubriklistenbild: © dpa

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