Im Jahr 2012 sind zahlreiche Solar-Standorte hinzugekommen

Raum Kassel: 1300 neue Anlagen liefern Sonnenstrom

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Kassel. In Sachen Energieversorgung ist die Region Kassel 2012 ein Stück näher an die Sonne gerückt. Im Landkreis sind etwa 1150 neue Anlagen zur Sonnenstromerzeugung ans Netz gegangen, das sind etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

150 Solaranlagen kamen im Stadtgebiet hinzu und erhöhten die gesamte dort installierte Anlagenleistung um zehn Prozent. Für ganz Deutschland hatte der Bundesverband Solarwirtschaft einen Ausbaurekord gemeldet: Insgesamt 1,3 Millionen Solaranlagen hätten 2012 so viel Strom erzeugt, dass rechnerisch jeder fünfte deutsche Haushalt seinen Bedarf aus Sonnenenergie decken könne. Das Ertrags-Plus liege bei 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Raum Kassel, wo der Zuwachs moderater ausfiel, sind unterschiedliche Entwicklungen für Stadt und Landkreis zu beobachten. Im Netzgebiet des Versorgers Eon Mitte kamen 6000 Solaranlagen hinzu, deren Stromausbeute „aufgrund der voranschreitenden technischen Entwicklung durchschnittlich größer“ wird, sagt Eon-Sprecher Steffen Schulze.

36.700 solcher Anlagen seien inzwischen am Netz, der Zubau bewege sich „auf dem sehr hohen Niveau“ der Vorjahre. Im Stadtgebiet hingegen werden neu errichtete Anlagen kleiner gebaut: 2012 lag der Leistungsdurchschnitt halb so hoch wie zwei Jahre zuvor. Laut Städtische-Werke-Sprecher Ingo Pijanka erschöpfen sich in Kassel allmählich die Möglichkeiten, große Solaranlagen auf Firmen- und Behördendächern unterzubringen.

Andererseits werde die Technik zunehmend interessant für Eigenheimbesitzer, da Netzstrom inzwischen teurer sei als die Erzeugungskosten für Energie vom eigenen Dach. Das Geschäftsmodell, Sonnenstrom per Einspeisevergütung zu verkaufen, komme allmählich an sein Ende. Dagegen werde der Selbstverbrauch in dem Maß attraktiver, wie Möglichkeiten geschaffen würden, Sonnenenergie etwa durch Batterien auch zeitversetzt nutzen zu können. (asz)

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