Starker Umsatzrückgang in Europa ist der Grund

SMA rechnet 2013 mit 90 Millionen Euro Verlust

Niestetal / Kassel. Der Solartechnikhersteller SMA wird in diesem Jahr 80 bis 90 Millionen Euro Verlust machen. Bisher hatte SMA darauf gehofft, 2013 mit einem „bestenfalls ausgeglichenen Ergebnis“ abzuschließen. 2012 hatte das Unternehmen noch 75 Millionen Euro verdient.

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Als Weltmarktführer bekomme SMA die veränderten Rahmenbedingungen am globalen Fotovoltaikmarkt besonders zu spüren, sagte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Grund für den starken Nachfragerückgang nach Wechselrichtern für Solarstrom sind Kürzungen der Einspeisevergütungen in Deutschland sowie die Finanz- und Wirtschaftskrise in Südeuropa. Diesen Rückgang im Kernmarkt Europa könnten die neuen Absatzmärkte in Asien und Amerika nicht ausgleichen, erklärt Urbon.

Er verweist darauf, dass SMA zum Ende des Geschäftsjahres 2013 über 300 Millionen Euro flüssig habe und die weitere Entwicklung aus eigener Kraft finanzieren könne. 2014 werde man wieder zu Profitabilität und Umsatzwachstum zurückzukehren.

SMA will sich bis Ende 2014 von 800 Mitarbeiter vor allem in Niestetal und Kassel auf der Basis von Abfindungen trennen. Damit würde die Zahl der Beschäftigten im Inland von 4500 auf 3700 Ende 2014 sinken. Weltweit wird der Wechselrichter-Hersteller dann etwa 5000 Beschäftigte haben. (ach)

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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