Vor allem 20- bis 39-Jährige sind derzeit infiziert

Corona-Regeln in Stadt und Kreis Kassel ändern sich zunächst nicht

Bund und Länder haben die Testpflicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene verschärft. Kassel und den Landkreis betrifft das zunächst nicht.
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Bund und Länder haben die Testpflicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene verschärft. Kassel und den Landkreis betrifft das zunächst nicht.

Bund und Länder haben die Testpflicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene verschärft. Fragen und Antworten zu diesem und weiteren Corona-Themen.

Gibt es nach der Bund-Länder-Runde noch genauere Beschlüsse für Hessen und Kassel? Ab einer Inzidenz von 35,0 gilt ab spätestens 23. August eine Corona-Testpflicht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene für Innenräume wie Restaurants, Kinos, Krankenhäuser und Altenheime. Liegt die Inzidenz darunter, können die Bundesländer diese Regelung aussetzen. Die Hessische Landesregierung will erst in der nächsten Woche in ihrer Corona-Kabinettssitzung über die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz beraten und die Beschlüsse für Hessen umsetzen. Dann wird klar sein, was in Kassel und im Landkreis genau gilt. Bis dahin gelten die derzeitigen Regelungen. Klar ist allerdings bereits: Ab 11. Oktober wird es auch in Stadt und Kreis Kassel keine kostenlosen Corona-Tests mehr geben.

Was gilt für Kinder mit Blick auf die Tests? Ausgenommen von der Testpflicht für Innenräume sind alle Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Schüler, die regelmäßig getestet werden.

Wie haben sich die Zahlen in Kassel und im Landkreis entwickelt? Vor allem im Kreis sind sie von Dienstag auf Mittwoch deutlich gestiegen: 15 neue Fälle hat das Gesundheitsamt am Mittwoch gemeldet. Für Kassel waren es acht Fälle. Gleichzeitig stieg die Zahl der aktuell Infizierten im Kreis um 13 auf nun 79 und im Kreis um 5 auf 85. 10 Infizierte wurden am Mittwoch im Krankenhaus behandelt, 2 von ihnen intensivmedizinisch. Beide Zahlen veränderten sich im Vergleich zum Vortag nicht. Am Freitag sind die Inzidenzen in der Region Kassel wieder leicht gesunken: Laut dem Gesundheitsamt gelten 85 Personen in der Stadt sowie 87 im Kreis als aktuell infiziert. Die Inzidenz ist in der Stadt leicht von 23,7 am Donnerstag auf 20,3 gesunken. Auch im Kreis liegt die Inzidenz am Freitag bei 20,3 (Vortag: 20,7). Hessenweit liegt die Inzidenz am Freitag bei 29.

Blickt man auf das Alter der Infizierten: Welche Altersgruppe ist derzeit am meisten betroffen? In Kassel sind mit Abstand am meisten Menschen zwischen 20 und 29 Jahren betroffen – gefolgt von der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen. Im Landkreis sieht die Situation ähnlich aus: Dort stammen die meisten Infizierten aus der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen, gefolgt von den 20- bis 29-Jährigen. Über den Verlauf der Infektionen, also ob die Betroffenen Symptome haben oder nicht, gibt die Statistik keine Auskunft.

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Lange gab es keine Fälle bei den über 80-Jährigen. Wie sieht es derzeit aus? Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel sind deutschlandweit 20 Prozent der über 80-Jährigen noch nicht immunisiert, weil sie sich bisher gegen eine Impfung entschieden haben. Der Großteil ist also geimpft, was sich auch an den Zahlen zeigt: In Stadt und Kreis Kassel gibt es laut der jüngsten Auswertung gerade einmal vier Infizierte, die älter als 80 Jahre sind. Bei den über 70-Jährigen sind es zwei Infizierte.

Wie sieht es bei den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus? In Kassel liegt die Zahl unverändert bei 201, im Kreis bei 230. Den letzten Todesfall verzeichnete das Gesundheitsamt für die Stadt am 6. August. Im Kreis ist sogar seit 26. Juli kein weiterer Fall hinzugekommen. (Marie Klement)

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