Hochwasser droht für Kassel derzeit aber nicht – Fuldastand noch nicht im kritischen Bereich

Regen lässt die Pegel steigen

Fahrbahn unter Wasser: Stellenweise wie hier in der Unterneustadt mussten sich Autos ihren Weg durch Pfützen bahnen. Foto: Schneider

Kassel. Nasse Füße mag mancher gestern Morgen bei den heftigen Regenfällen in Kassel bekommen haben. Überschwemmungen im größeren Ausmaß sind nach Angaben des Dezernats für Hochwasserschutz am Regierungspräsidium Kassel aber derzeit nicht zu erwarten. „Wir sind noch weit von den Wassermengen entfernt, bei denen es gefährlich werden könnte“, sagte gestern Dezernatsleiter Albert Kreil.

Am Vormittag wurden am Pegel in Guntershausen 2,89 Meter gemessen, bis zum Abend stieg die Fulda dort auf 2,95 Meter an. Erst ab einem Pegel von 3,80 Meter tritt die Meldestufe 1 ein. Dann spreche man von einem beginnenden Hochwasser. Kritisch wird es erst ab 4,10 Meter (Meldestufe 2). Vergangenes Jahr gab es im Januar ein Hochwasser mit einen Höchststand von 4,28 Metern. Das führte zu Überschwemmungen am Fulda-Ufer und zu Straßensperren rund um den Platz der Deutschen Einheit.

So weit wird es in den nächsten Tagen nicht kommen, sagte Albert Kreil gestern. Die Pegel würden voraussichtlich noch leicht ansteigen. „Nach derzeitigen Vorhersagen könnten wir bei 3,20 Meter landen“, schätzt der Dezernatsleiter. Derzeit gebe es also keinen Grund zur Beunruhigung. Im Oberlauf der Fulda überschritt zwar der Pegel in Bronzell die Meldestufe 2.

Die Becken in der Schwalm hätten aber noch ausreichend Hochwasserschutzraum frei. Auch die Edertalsperre könne die aktuellen Zuläufe noch aufnehmen. Die Abgabe bleibe bei 90 Kubikmetern pro Sekunde.

Bis zum Nachmittag hatte das Tiefdruckgebiet mit kräftigem Regen von Westen her die Region durchzogen. Während es vor allem in den Morgenstunden auch in Kassel zu starken Niederschlägen führte, herrschte am Nachmittag schon eher Schauerwetter als Dauerregen. Heute rechnen die Hochwasser-Experten noch mit einzelnen Schauern.

Von Katja Rudolph

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