Große Placken liegen unter den Bäumen

Erst Regen, dann Trockenheit: Darum werfen Kassels Platanen ihre Borke ab

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Auffällig: Platanen verlieren große Teile ihrer Borke. Hier am Platz der Deutschen Einheit.  

Kassel. Was ist nur mit den Platanen los? In diesem Sommer werfen sie in der Stadt massiv ihre Borke ab. 

An die schuppige, gescheckte Rinde der Platanen hat man sich ja gewöhnt und weiß, dass das normal ist. Schließlich ist der Baum so manchem aus Urlauben in Südeuropa bekannt. Aber in diesem Sommer liegt ihre Borke in großen Placken unter den Bäumen. „Ich werde vielfach darauf angesprochen“, sagt Klaus Harbusch vom Umwelt- und Gartenamt. Aber: „Kein Grund zur Beunruhigung.“

Im Gegenteil sei der Grund für die Reaktion der Bäume sogar eher ein positiver: Im Frühjahr habe es nämlich so viel geregnet, dass die Wuchsbedingungen für die Platanen „ausgesprochen gut“ waren. Die Bäume seien stark gewachsen und haben an Umfang kräftig zugelegt.

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Als Folge dieses „Dickenwachstums“ werfen die Bäume die obere aufgeplatzte Borke ab. Üblicherweise entwickelten Platanen alle drei Jahre Wachstumsschübe, bei denen sie verstärkt Borke abwerfen. „Das ist ganz normal und wir haben das in der Vergangenheit schon mehrfach erlebt.“ Darunter sehe man schon die neue Borke. „Vielleicht“, so mutmaßt Harbusch, habe die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen das Schälen noch verstärkt.

In den 70er-Jahren seien in Kassel verstärkt Platanen gepflanzt worden, weil der „schöne malerische Baum“, so Harbusch, als hitzeverträglich gilt. Insgesamt gibt es 3000 in der Stadt. Sie seien aber in unseren feuchten Breitengraden anfällig für Pilze. 

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