Städtische Werke wollen bis 2020 mit Stromproduktion autark sein

Regionale Versorger investieren 440 Millionen in Erneuerbare Energien

Kassel. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird in den kommenden Jahren in der Region massiv vorangetrieben. Zusammen gerechnet wollen der Eon-Konzern und die Städtischen Werke Kassel bis 2016 etwa 440 Millionen Euro in neue Anlagen investieren.

Größtes Projekt ist mit 250 Millionen Euro der Ausbau des Wasserkraftwerks Waldeck am Edersee. Hier will die Eon Wasserkraftwerk GmbH bis 2016 die Pumpspeicherleistung um 300 Megawatt erweitern. Die bisherigen Anlagen kommen auf eine Leistung von insgesamt 620 Megawatt. Mit dieser Energie ließe sich der Großraum Frankfurt versorgen. Das ist ein theoretischer Wert, Pumpspeicherkraftwerke laufen nicht rund um die Uhr und funktionieren wie eine Batterie.

Ambitioniert sind auch die Ziele der Städtischen Werke. Bis 2016 will der Versorger 156 Millionen Euro in den Ausbau regenerativer Energien investieren. „Wir wollen bis 2020 größtenteils autark sein, das heißt unabhängig vom externen Stromzukauf“, sagt Dr. Thorsten Ebert, Vorstand der Städtischen Werke.

Eon Mitte, Versorger für Nordhessen und Südniedersachen, plant etwa 32 Millionen Euro zu investieren. Diese Summe sei seit 2008 geflossen, sagte Steffen Schulze, Sprecher von Eon Mitte. Für die kommenden Jahre seien Investitionen in ähnlicher Größenordnung vorgesehen.

Zu diesen Zahlen sind zahlreiche weitere Projekte zu zählen. So wurden allein an das Netz von Eon Mitte im vergangenen Jahr 7600 Anlagen Dritter angeschlossen, zum Beispiel Windräder und Photovoltaik-Anlagen auf Dächern von Privatgebäuden. (clm)

Mehr zu diesem Thema in der Dienstagsausgabe der HNA.

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