Reiner Sauerland ist neuer Chef des größten Polizeireviers in Nordhessen

Der Neue im Revier Mitte: Der Erste Polizeihauptkommissar Reiner Sauerland ist Chef von 100 Polizeibeamten in der Kasseler Innenstadt. Foto:  Pflüger-Scherb

Kassel. Große Ereignisse liegen vor Reiner Sauerland. Als neuer Chef des Kasseler Reviers Mitte freut sich der 55-Jährige besonders auf den Hessentag, der im kommenden Jahr in Kassel stattfindet.

Als das Fest 1997 in Korbach und im Jahr 2003 in Bad Arolsen gefeiert wurde, da war der Polizeibeamte bereits in die Organisation und den Ablauf eingebunden; in Korbach als Leiter der Führungsgruppe und in Arolsen als Leiter der Polizeistation. „Das sind herausragende und angenehme Einsätze, sagt der Erste Polizeihauptkommissar, der seit Anfang Mai im Polizeipräsidium Nordhessen arbeitet.

Neben Hessentag stehen im kommenden Jahr noch die 1100-Jahr-Feier und die documenta 13 in diesem Sommer an. Ereignisse, die es auch nicht alle Jahre gibt. Zur documenta hat Sauerland beste Verbindungen: Karl-Heinz Wolf, sein Vorgänger im Revier Mitte, ist dort nach seiner Pensionierung Sicherheitsbeauftragter geworden.

Sauerland ist aus dem selben Grund wie Wolf zur Polizei gegangen: Er hatte keine Lust auf die Bundeswehr. Und so bewarb er sich 1977 nach dem Abitur bei der Polizei. In Nordrhein-Westfalen (Sauerland kommt aus Marsberg) und in Hessen. „Die Hessen haben Glück gehabt“, sagt Sauerland. Die gaben ihm einen Ausbildungsplatz. Seine Ausbildung absolvierte er in Kassel, wechselte später nach Frankfurt und Wiesbaden. Dort studierte er auch an der Fachhochschule. 1988 ging er dann zum Dienst ins Waldecker Land, er arbeitete abwechselnd in Korbach und Bad Arolsen. In Korbach war er zuletzt Leiter der Polizeistation und führte 40 Mitarbeiter. „In Waldeck habe ich alles gemacht. Da wurde es Zeit für etwas anderes.“

Schnell und schwierig

Das Revier Mitte in Kassel mit seinen 100 Mitarbeitern habe ihn sehr gereizt. „Das ist eine völlig andere Größenordnung.“ Obgleich die Polizeibeamten, ob nun auf dem Land oder in der Stadt, überall sehr schnelle und schwierige Entscheidungen treffen müssten, sagt Sauerland. „Die Revierbeamten sind meistens als erste vor Ort.“ Ob es sich nun um einen Ladendiebstahl oder einen tödlichen Verkehrsunfall handele. Die Schutzpolizisten müssten sich von der einen auf die andere Sekunde auf die Situation einstellen.

Seine neue Dienststelle und ihre Besonderheiten lernt er derzeit durch viele Gespräche mit den Kollegen kennen. Sauerland will sich aber auch draußen über seinen neuen Dienstbezirk schlau machen. Der Erste Polizeihauptkommissar weiß aber auch, dass er sich als Chef des größten Reviers in Nordhessen überwiegend mit Personalangelegenheiten befassen muss.

Sauerland ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Westheim (Hochsauerlandkreis). Das Paar hat zwei Töchter (20 und 24), die beide studieren. Seinen Entschluss, 1977 zur Polizei statt zur Bundeswehr zu gehen, habe er übrigens nie bereut, sagt der 55-Jährige.

Von Urike Pflüger-Scherb

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