Spezielles Hygienekonzept

Reizen, Stechen auf Entzug: Skatspieler starten nach Corona-Zwangspause wieder

Vorfreude über den Neustart: Bernd Trieb freut sich auf die ersten Skatabende mit Aue-Buben und Hütt-Buben.
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Vorfreude über den Neustart: Bernd Trieb freut sich auf die ersten Skatabende mit Aue-Buben und Hütt-Buben.

Wann er mit seinen Vereinsfreunden von den Hütt-Buben und dem befreundeten Verein Aue-Buben zuletzt einen zünftigen Skat gedroschen hat, weiß Bernd Trieb schon nicht mehr so genau. Irgendwann im Juni oder Juli vergangenen Jahres.

Kassel/Baunatal – Die Pandemie hat ihn wie viele andere Skat-Spieler beim Reizen und Stechen auf Entzug gesetzt. Doch jetzt soll es bald wieder losgehen: Am 19. und 20. August mit zwei Spieleabenden und einem kleinen Preisskat, die beide Vereine organisieren – unter strengen Hygieneauflagen, mit Temperaturmessung und Luftreinigern. Zweimal geimpft sollen alle Teilnehmer sein. Dann sind auch Neu- oder Wiedereinsteiger im Skat willkommen.

Wenn man Bernd Trieb, der nicht nur Vorsitzender der Hütt-Buben, sondern auch Vorstandsmitglied im hessischen Skatverband des DSKV ist, zuhört, weiß man, dass viele passionierte Skatspieler in Sachen Reizen und Stechen regelrecht auf Entzug waren. Er erhalte mehrere Mails pro Woche mit Anfragen, wann es wieder losgehe, sagt Trieb. Die Aue-Buben und Hütt-Buben, die mit einem gemeinsamen Team in der ISPA-Bundesliga spielen, hatten nicht so viel Glück wie ihre Kollegen im Fußball. Der Spielbetrieb - auch in den anderen Spielklassen – ruht wegen Corona seit langem. „Skat ist ein Kontaktspiel“, sagt Trieb, der mit dem – zur Zeit urlaubenden – Vorsitzenden der Aue-Buben, Roland Skwarski, ein Hygienekonzept für den Neustart ausgearbeitet hat.

Beim Skat könne man Abstandsregeln nicht einhalten, weil die Spieler am Tisch relativ dicht beisammensitzen. Außerdem seien die meisten Spieler schon im Rentenalter und müssten besonders Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen, erklärt Trieb. Und mit dem Lockdown seien die Spiellokale ohnehin geschlossen worden. Das Internet sei für die große Mehrheit keine Alternative. „Ich will doch Spaß beim Skat haben, mal frotzeln und ein Witzchen machen“, meint der Vorsitzende. Das funktioniere beim Internet-Skat nicht. So blieben nur Telefonate, um Kontakt zu halten.

Mittlerweile sind laut Trieb alle Vereinsmitglieder vollwirksam gegen Corona geimpft. Im September starteten auch wieder Liga-Spiele. Wie lange das – bei steigenden Inzidenz-Zahlen – gut geht, mag der Vereinsvorsitzende nicht voraussagen. Im Winter wolle der Verein eigentlich sein Bettenhäuser-Gedächtnis-Turnier ausrichten, sagt Trieb. Das werde aber kurzfristig anhand der Corona-Lage entschieden.

Info: Offener Preisskat über zwei Runden der Aue-Buben und der Hütt-Buben, Donnerstag, 19. August, 18 Uhr, Kassel, Gaststätte Papen Änne, Freitag, 20. August, 18 Uhr, Großenritte, Hessischer Hof (Unangemeldete bitte 15 Minuten früher kommen). (Peter Dilling)

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