Höchststand auch bei Trauungen

Rekord für Kassel: 4444 Babys - die beliebtesten Kindernamen des Jahres

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Ein ganz süßer Fratz: Samuel Féaux de Lacroix ist eins der 4444 Babys, die im vergangenen Jahr in Kassel geboren wurden. Er kam im Kasseler Heilhaus zur Welt und ist inzwischen sechs Monate alt.

Kassel. Mehr Geburten, mehr Eheschließungen, aber auch mehr Sterbefälle hat das Standesamt der Stadt Kassel im vergangenen Jahr registriert. 

In Kassel regierte im vergangenen Jahr die Liebe: Sowohl bei den Geburten als auch den Trauungen verzeichnet das städtische Standesamt Rekordzahlen. 4444 Babys sind im gerade zu Ende gegangenen Jahr in Kassel zur Welt gekommen. Damit ist ein ähnliches Niveau erreicht wie zuletzt 1971, also vor 45 Jahren.

Auch die Zahl der Eheschließungen war 2016 so hoch wie lange nicht mehr: 1019 Paare gaben sich in Kassel das Ja-Wort – damit ist erstmals seit vielen Jahren wieder die Marke von 1000 Trauungen überschritten (siehe Artikel unten).

In den Kasseler Kreißsälen herrschte Hochbetrieb: Rechnerisch gab es pro Tag zwölf Geburten. Der Rekordwert von 4444 Neugeborenen (Vorjahr: 4199) ist allerdings nicht – oder zumindest nicht allein – auf einen höhere Fortpflanzungsbereitschaft in Kassel zurückzuführen. Der Anstieg hängt auch mit der Schließung vieler Geburtshilfe-Stationen im Umland zusammen. So haben die Kreißsäle in Wolfhagen, Hann. Münden, Bad Arolsen und Witzenhausen in den vergangenen Jahren geschlossen.

Nicht nur Frauen aus Kassel, sondern aus ganz Nordhessen und auch Südniedersachsen bringen daher ihre Kinder in Kasseler Krankenhäusern zur Welt. Die Babys werden alle in der städtischen Statistik erfasst. Wie hoch der Anteil der Neugeborenen ist, die auch in Kassel ihr Zuhause haben, lässt sich in dem Auswertungsprogramm des Standesamts jedoch nicht erkennen.

Jungen in der Überzahl

Wie in den Vorjahren erblickten etwas mehr Jungen (2261) als Mädchen (2183) das Licht der Welt. Insgesamt waren 88 Zwillingspärchen unter den Neugeborenen.

Auch auf der Rangliste der beliebtesten Baby-Namen gab es Bewegung: „Sophie“ und „Maximilian“ eroberten sich die ersten Plätze zurück. Sie waren 2015 von „Marie“ und „Elias“ von ihrer Spitzenposition verdrängt worden. Mit 67 Mädchen, die im zurückliegenden Jahr von ihren Eltern „Sophie“ genannt wurden, ist dieser Vorname nun wieder die Nummer eins. Bei den Jungs war neben „Maximilian“ der Name „Paul“ ebenso beliebt. Jeweils 40 Neugeborene wurden so genannt.

Die beliebsten Babynamen 2016

Mädchen 

1. Sophie (67 Mal vergeben) 

2. Marie (62) 

3. Emma (48) 

4. Emilia (39) 

5. Mila (39) 

6. Sophia (39) 

7. Maria (33) 

8. Anna (29) 

9. Johanna (28) 

10. Charlotte (27) 

Jungen 

1. Maximilian (40 Mal vergeben) 

2. Paul (40) 

3. Elias (36) 

4. Alexander (35) 

5. Leon (30) 

6. Ben (29) 

7. Luca (29) 

8. Noah (29) 

9. Finn (28) 

10. Jonas (28)

Die meisten sagen im Dezember "Ja"

Wer glaubt, in den Sommermonaten fänden die meisten Eheschließungen statt, der irrt: Der beliebsteste Trau-Monat ist nach den Zahlen des Kasseler Standesamts der Dezember. Insgesamt gaben sich im vergangenen Jahr 1019 Paare das Ja-Wort in Kassel (Vorjahr: 952). Damit wurde erstmals seit 18 Jahren wieder die Marke von 1000 Eheschließungen geknackt. 134 Paare wählten dabei einen Trau-Termin im Dezember. Der Grund könnte allerdings unromantischer Natur sein: Wer vor dem Jahresende heiratet, kann rückwirkend für das gesamte Jahr von Steuervorteilen profitieren. Die Zahl eingetragener Lebenspartnerschaften ist hingegen leicht gesunken: 21 gleichgeschlechtliche Paare gaben sich 2016 das Ja-Wort in Kassel (Vorjahr: 27). In Deutschland können homosexuelle Paare seit 2001 eine vom Standesamt beurkundete Lebenspartnerschaft eingehen. 

Mehr Sterbefälle

Einen weiteren, weniger erfreulichen Rekord verzeichnet die städtische Statistik bei den Sterbefällen. Mit 3390 Todesfällen war die Zahl so hoch wie seit 1990 nicht mehr. Dabei werden nicht nur die Menschen gezählt, die in Kassel ihren Wohnsitz haben, sondern auch Auswärtige, die im Stadtgebiet zu Tode kommen. So gehen auch Opfer von Unfällen auf den Autobahnen im Bereich der Stadt in die Statistik ein. (rud)




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