Renthof: Ältester erhaltener Brunnen in Kassel vom Verfall bedroht

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Vom Verfall bedroht: Bernd Hartl will sich nun um den Apollo-Brunnen am Renthof kümmern.

Kassel. Er ist ein Kleinod der Renaissance und der älteste erhaltene Brunnen in Kassel: der um 1600 erbaute Apollo-Brunnen am Renthof. Aber er ist in einem schlechten Zustand.

Mit dem Erwerb des ehemaligen Fundus-Gebäudes an der Fulda vom Land Hessen hat Dentallaborchef Bernd Hartl vor sieben Jahren auch den Brunnen und den gepflasterten Hof des historischen Ensembles erworben. Der vom Verfall bedrohte Brunnen wurde von Hofbaumeister und Bildhauer Wilhelm Vernukken geschaffen. Er erinnert an die 1595 gegründete Hofschule und Ritterakademie „Collegium Mauritianum“ im heutigen Renthof.

Der Brunnen sollte saniert und zu einem Schmuckstück werden. Das hatte Hartl damals angekündigt. Doch bis heute ist nicht viel geschehen. „Der Wille ist da“, versichert Hausherr Hartl. „Aber der Brunnen ist ein bisschen in den Hintergrund getreten.“ Vor zwei Jahren habe ein befreundeter Künstler eine Zeit lang daran gearbeitet. Eine Woche sei er vor Ort gewesen, seitdem ruhten die Arbeiten. Die Führung des Dentallabors und andere Aufgaben hätten seine ganze Aufmerksamkeit beansprucht, sagt Hartl. Nun will er Kontakt zu den Architekten des Ateliers 30 aufnehmen, die ihr Büro ebenfalls im Fundus-Gebäude haben und sich auch um die Alte Brüderkirche kümmern, die zu dem historischen Ensemble an der Fulda gehört.

Spätestens im Frühjahr werde sich an dem Brunnen etwas tun, verspricht Hartl. Im Hof liegt nach seinen Angaben bereits eine Wasserleitung, sodass der Brunnen nach seiner Sanierung auch wieder problemlos mit Wasser gefüllt werden kann. Zuletzt war der Brunnen in den 1960er-Jahren in Regie des Landes saniert worden.

Mehr über den Renthof und den Apollo-Brunnen im RegioWiki unter

http://regiowiki.hna.de/Renthof

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