Reportertausch 2016

Der fremde Blick auf Kassel: Zwei Reporter berichten über unsere Region

+

Kassel. Mit dem Reportertausch startet in dieser Woche ein bisher in der Medienbranche einmaliges Projekt, an dem sechs regionale Zeitungen teilnehmen - darunter die HNA.

Im Mittelpunkt steht der fremde Blick auf die Stadt, den Reporter von außen vornehmen. Darüber berichten sie in der Zeitung und auch im Internet in einem Blog. Henrik Schulz aus Siegen und Torben Hinz aus Rostock werden zu Gast in Kassel sein, Maja Yüce aus der HNA-Kulturredaktion wird bei den Ruhrnachrichten in Dortmund gastieren, HNA-Sportredakteur Florian Hagemann besucht die Westfalenpost in Hagen.

Zu Gast aus Siegen: Hendrik Schulz.

Hendrik Schulz (30) von der Westfalenpost in Siegen sagt über seinen bevorstehenden Besuch: „In gewisser Weise ist Kassel in der allgemeinen Wahrnehmung wie Siegen - unterschätzt. Irgendwie etwas ab vom Schuss, irgendwie mit dem Ruf behaftet, spröde, provinziell und langweilig zu sein. Dass das für Siegen nicht stimmt, weiß ich; dass das für Kassel nicht stimmt, davon bin ich überzeugt. Allein ein Blick auf die Homepage der HNA hat mir gezeigt: In Kassel und Umgebung ist genug los, man muss es nur aufschreiben“.

Zu Gast aus Rostock: Torben Hinz.

Torben Hinz (32) von den Norddeutschen Neuesten Nachrichten aus Rostock beschreibt seine Erwartungen so: „Mit Kassel verbinde ich nicht so viel, weil ich bisher immer nur an der Stadt vorbeigefahren bin. Ich freue mich allerdings auf viele interessante Menschen und Geschichten. Mit Kassel verbinde ich immerhin Maria Anna Muller, die im Jahr 2012 als Chefin vom Rostocker Flughafen nach Kassel-Calden wechselte. Zudem kenne ich Baunatal. Dort habe ich früher am Fußballturnier „Entschieden für Christ“ teilgenommen“.

Die Erfahrungen der beiden Kollegen aus Siegen und Rostock veröffentlichen wir in dieser Zeitung und auf HNA.de, die Erfahrungen des Reportertausches werden zudem zusammengefasst in einem Blog: www.reportertausch.de

HNA-REDAKTEURIN MAYA YÜCE: Nie länger als zehn Minuten in Dortmund

Da ich kein Fußballfan bin, stand Dortmund auf meiner Liste der deutschen Städte, die ich demnächst unbedingt besuchen möchte, nicht einmal drauf. Doch dann kam die Einladung zum Reportertausch. Ich freue mich ganz ehrlich auf die Stadt, in der ich bislang nie länger als zehn Minuten war.

Meine Liste mit all den Dingen, die ich in Dortmund erleben möchte, ist mittlerweile so lang, dass ich vermutlich in den fünf Tagen gar nicht alles schaffen werde.

Aber ich denke, dass ich am Ende einen besseren Eindruck habe von der Stadt als jetzt. Aktuell ist der sehr geprägt vom Tatort-Schauen. Die Ermittler aus Dortmund sind mein favorisiertes Team.

Sie sind wirklich toll, aber ein Tatort kann und soll ja kein Imagefilm für Dortmund sein. So war es ja auch vor einiger Zeit beim Edersee-Tatort mit Ulrich Tukur.

HNA-REDAKTEUR FLORIAN HAGEMANN: Das Motto lautet: Hagen wagen

Hagen? Die Stadt scheint irgendwie ein Phantom zu sein. Wer hier in Nordhessen auf Hagen angesprochen wird, der sagt: „Hagen? Da war ich noch nie.“ Und wer mal da war, der war gleich wieder weg, weil er in Hagen nur umgestiegen ist, wenn er mit dem Zug unterwegs war. Aber Tipps für Hagen sind Mangelware.

Also lass ich mich überraschen, wenn ich ab heute eine Woche im Zuge des Reportertauschs eine Woche in Hagen sein werde. Wobei mich dank Wikipedia eine Ahnung umtreibt, dass Hagen durchaus Gemeinsamkeiten hat mit Kassel. Die Stadt hat fast so viele Einwohner, die Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Und wer Hagen hört, verweist in erster Linie auf den Bahnhof. Dass diese Städte heute richtig was zu bieten haben, das weiß einer, der in Kassel lebt, nur allzu gut. Also lautet das Motto: Hagen wagen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.