Kassel, Baunatal und Vellmar betroffen

Rettung von Max Bahr ist gescheitert - 3600 Jobs auf der Kippe

Kassel. Die vor einigen Tagen noch sicher geglaubte Übernahme von 73 Max-Bahr-Baumärkten durch die Dortmunder Hellweg-Gruppe ist gescheitert. Das teilte Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder am Freitagnachmittag mit. Die Gruppe wird nun zerschlagen.

Damit stehen die 3600 Jobs erneut auf der Kippe, darunter auch die 140 in den drei Max-Bahr-Häusern in Baunatal, Kassel und Vellmar. Nun soll der Ausverkauf beginnen. Ob sich ein neuer Investor findet, ist unklar.

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Vor zehn Tagen noch hatte es geheißen, die Übernahme sei so gut wie sicher. Grund für die aktuelle, überraschende Wende ist, dass sich Hellweg nicht mit dem Hauptvermieter der Immobilien, der Royal Bank of Scotland (RBS), hat einigen können. RBS hatte vor einem Jahr die Kontrolle über die Immobilien übernommen, nachdem der Vorbesitzer, ein britischer Investor, insolvent geworden war.

Schröder will auch versuchen, einzelne Filialen zu verkaufen. Nach dessen Angaben gibt es mehrere Interessenten für eine Reihe von Standorten. Nach unbestätigten Informationen handelt sich um Konkurrenten wie Obi, Toom und Hagebau. Auch die saarländische Globus-Gruppe, die bei der RBS bereits einmal abgeblitzt ist, soll ihr Interesse erneut bekundet haben. Die Max-Bahr-Gruppe war im Zuge der Pleite ihrer Muttergesellschaft Praktiker in die Insolvenz geraten. (jop)

Rubriklistenbild: © dpa

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