Rettungsmedizin betreibt Zentrum, um das Verhalten in Gefahrensituationen zu trainieren

Rettungsmedizin: Uni simuliert den Notfall

Rettungsmedizin: Achtklässler Luis bei der Herzdruckmassage. Anita Konradi, Medizinstudentin des Lehr- und Simulationszentrums der UMG (links), zeigt den Schülern, wie man es richtig macht. Foto: Universitätsmedizin/nh

Göttingen. Wie funktioniert die Mund-zu-Mund-Beatmung? Wie lange sollte man versuchen, eine bewusstlose Person zu reanimieren? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten Achtklässlern des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums bei einem Besuch im Universitätsklinikum Göttingen.

Die Schulklasse absolvierte im Lehr- und Simulationszentrum des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin einen Erste-Hilfe-Tag. Im Unterricht hatten sich die Schüler erste theoretische Kenntnisse zur Notfallrettung angeeignet. Während des Erste-Hilfe-Tages konnten sie diese unter fachkundiger Anleitung praktisch üben.

An Simulationspuppen trainierten die Jugendlichen Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. „Das ist ganz schön anstrengend. Wenn man das so lange machen soll, bis der Rettungswagen eintrifft, ist man bestimmt völlig kaputt“, sagt Achtklässler Robert.

Stabile Seitenlage

Geübt wurden von den Gymnasiasten auch die stabile Seitenlage und das fachgerechte Verbinden von Wunden. Diese Schritte können im Notfall das Leben einer verletzten Person retten.

„An erster Stelle steht jedoch der Selbstschutz“, sagt Anita Konradi, Medizinstudentin im Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin. „Dann folgt die Erstversorgung der verletzten Person. Denn um helfen zu können, muss man sich erst versichern, dass einem selbst nichts passiert“ so die Studentin, die die Betreuung der Schülergruppe übernommen hatte.

Am wichtigsten sei: „Ruhe bewahren und den Notruf absetzen, damit so schnell wie möglich der Rettungswagen vor Ort ist.“

Zufrieden mit dem Lernerfolg in der Rettungsmedizin war Lehrer Franz Lammers: „Die Schüler haben durch den Erste-Hilfe-Kurs nicht nur etwas fürs Leben gelernt, sie haben auch noch viel Spaß dabei gehabt. Alle waren sehr aufmerksam dabei und haben sich beteiligt. Das würde ich mir für meinen Mathematik-Unterricht auch so wünschen.“ (shx)

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