Lebensmittelgeschäft

Rewe-Markt in Kassel wird umgebaut: Fokus liegt auf Bio

Ihr Rewe-Markt soll umweltfreundlicher werden: Geschäftsführer Mario Berszinski (links) und sein Vater Jörn Berszinski lassen den Lebensmittelmarkt am Kirchweg in Wehlheiden von Grund auf sanieren.
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Ihr Rewe-Markt soll umweltfreundlicher werden: Geschäftsführer Mario Berszinski (links) und sein Vater Jörn Berszinski lassen den Lebensmittelmarkt am Kirchweg in Wehlheiden von Grund auf sanieren.

Der Rewe-Markt am Kirchweg in Kassel schließt vom 7. Februar bis 9. März, weil er komplett saniert wird. Die Inhaber setzen auf Umweltschutz und Regionalität.

Kassel – Seit 2003 befindet sich ein Rewe-Markt der Kaufmannsfamilie Berszinski am Kirchweg in Kassel. Zwar habe es in den vergangenen 19 Jahren einige Verschönerungen und kleinere Umbauten gegeben, sagt Seniorchef Jörn Berszinski, der die Geschäftsführung für die drei Kasseler Rewe-Märkte Ende 2021 an seinen Sohn Mario übergeben hat. Jetzt wolle man den Markt am Kirchweg aber komplett sanieren.

Nach Abschluss der Sanierung, für die eine siebenstellige Investitionssumme veranschlagt worden ist, soll der Markt insgesamt grüner geworden sein. So soll zum Beispiel die komplette Kälteanlage in dem Einkaufsmarkt mit einer Fläche von 1500 Quadratmeter ausgetauscht werden. „Wir bekommen die neueste Technik, die auf dem Markt ist“, sagt Mario Berszinski.

Umweltfreundlicher soll nicht nur die Kühlung, sondern auch die Beleuchtung werden. Künftig sollen LED-Birnen die Ware ins richtige Licht setzen. Zudem werde eine Wärmepumpe eingebaut. Auch optisch werde sich der Markt verändern. Bislang sind Decke und Boden hell. Künftig werde es eine schwarze Decke und dunkle Fliesen geben.

Kasseler Rewe-Markt wird umgebaut: Berszinskis setzen auf regionales Angebot

Die Berszinskis wollen nach der Grundsanierung auch das Sortiment massiv ausweiten. „Unser Fokus liegt auf Bio und vegane Produkte“, sagt Mario Berszinski. Zudem wolle man die Zahl der regionalen Lieferanten auf zwölf ausweiten. Bislang arbeite man mit fünf Anbietern aus der Region zusammen. Im Rewe am Kirchweg soll es dann künftig auch Kartoffeln aus Martinhagen, Schaumwein und Kosmetikprodukte aus Schauenburg, Milch aus Gudensberg oder Kaffee und Nüsse aus Kassel geben, um nur einige Beispiele zu nennen.

Zudem werde man künftig auch unverpackte Lebensmittel anbieten. Die Kunden können sich dann einen Behälter mitbringen, wenn sie beispielsweise Müsli oder Nudeln einkaufen wollen.

Darüber hinaus soll nach der Neueröffnung neben den herkömmlichen Kassen auch das Bezahlsystem „Scan & Go“ angeboten werden. Das bedeutet, dass die Kunden ihre Ware scannen, wenn sie diese in den Wagen legen. Am Ende des Einkaufs können sie ihre Lebensmittel an einer von vier Kassen direkt bargeldlos zahlen.

Mehr Personal trotz neuem Bezahlsystem „Scan & Go“ – Rewe-Markt am Kirchweg sucht Mitarbeiter

Trotz dieser neuen Technik wollen die Berszinskis das Personal aufstocken. Aktuell arbeiten in dem Lebensmittelladen 50 Mitarbeiter, zehn weitere sollen hinzukommen. Vor allem würden Fleischereifachverkäuferinnen und Küchenhilfen gesucht. Die sollen die selbst gemachten Salate zubereiten, die ebenfalls in dem Markt angeboten werden.

Wegen der Grundsanierung ist der Rewe-Lebensmittelmarkt am Kirchweg zwischen Montag, 7. Februar, und Mittwoch, 9.  März geschlossen. In diesem Zeitraum bleiben allerdings der Getränkemarkt, die Post und die Bäckerei Thiele weiterhin geöffnet.

Supermärkte und Discounter, darunter auch Rewe, stellen ihr Milch-Sortiment um. Die Handelsketten wollen bei den Produkten mehr auf das Tierwohl achten. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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