Unternehmen gab am Mittwoch Zahlen bekannt

Rheinmetall mit super Ausblick für 2014

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Läuft auf Hochtouren: Die Rheinmetall-Rüstungssparte sitzt auf vollen Auftragsbüchern. Davon profitiert auch Kassel. Unser Foto zeigt die Produktionslinie für den Transportpanzer Boxer.

Kassel. Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern hat im vergangenen Jahr infolge hoher Umbaukosten erwartungsgemäß einen Gewinneinbruch von 87 Prozent auf 22 Millionen Euro erlitten, will aber 2014 zu seiner alten Ertragsstärke zurückkehren.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, soll sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 220 bis 240 Mio. Euro verdoppeln. Der Umsatz soll nach einem leichten Rückgang im zurückliegenden um etwa fünf Prozent auf 4,8 bis 4,9 Milliarden Euro steigen.

Grund für die positive Prognose ist der hohe Auftragsbestand des Rüstungs- und Autozulieferkonzerns, der in Kassel zwei Werke mit 880 Mitarbeitern betreibt. Der stieg um fast 20 Prozent auf nahezu 6,5 Mrd. Euro. Damit hat Rheinmetall rein rechnerisch Arbeit für eineindrittel Jahre in den Büchern. Das ist enorm viel. Davon entfallen gut sechs Mrd. auf die Rüstungssparte - ein Plus von 21 Prozent und ein neuer Höchstwert.

Allerdings hat das Rüstungsgeschäft 2013 mit einem Umsatztminus von acht Prozent auf knapp 2,2 Mrd. Euro geschwächelt. Grund waren Kürzungen in den Verteidigungsetats von Kundenländern. Dagegen legte der Autobereich infolge des boomenden Geschäfts um vier Prozent auf fast 2,5 Mrd. Euro zu.

Die Restrukturierung, die Rheinmetall allein 2013 rund 86 Mio. Euro gekostet hat, soll in diesem Jahre weitgehend abgeschlossen werden. Ab 2015 will der Konzern beim Umsatz um jährlich drei bis fünf Prozent wachsen. Gleichzeitig soll sich die Ebit-Marge nahezu verdoppeln.

In Kassel baut, modernisiert, repariert und wartet Rheinmetall Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, darunter auch den Fuchs.

Von Jose Pinto 

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