EAM-Manager

Georg von Meibom ist neuer Träger des Großen Ordens Zwehren Turm

Prächtig kostümiert ein Hingucker: Die gemischte Schautanzgruppe der „Pääreschwänze“ tanzte zu fortgeschrittener Stunde vor den Ehrenrittern im Lohfeldener Löwenhof zum Thema „Liebe, Lachen, Leidenschaft“. Fotos: Dilling

Kassel / Lohfelden. Bei Humor verstehen wir keinen Spaß. So lautet das Motto des Rats der Ehrenritter. Dennoch lachen die Edelleute karnevalistischen Frohsinns so gern und oft wie jedermann, vorausgesetzt man behält den Hut auf und der Witz ist geistreich, ätzend, ohne zu verletzen.

Wer diese närrische Energie aufbringt, der gelangt unter Rittern auch zu höchsten Würden.

Er hat den Hut auf: Dieter Michel (links) und Ehrenritter-Präsident Andreas Fehr (rechts) kürten Georg von Meibom (Mitte).

Am Wochenende gelang das Georg von Meibom bei der Gala-Sitzung des Rats der Ehrenritter im Lohfeldener Löwenhof spielend. Das Vorstandsmitglied des neuen Energieversorgers EAM (der früheren, nun kommunalisierten Eon Mitte) hat beruflich schon immer den Hut auf. Nun trägt er auch den Federbusch der Ehrenritter und deren höchste Auszeichnung „Großer Orden Zwehren Turm“. Meibom sei ein „guter Mensch“ und „dynamischer Wirtschaftsmanager“, lobte Sitzungspräsident Dieter Michel. Und Laudator Ingo Buchholz, Sparkassenchef und Ritterkollege, zeigte sich überzeugt, mit Meiboms Wahlspruch „Alles wird gut“ werde die EAM mit neuer Energie aufblühen. Die Auszeichnung war ein Geburtstagsgeschenk (der Manager feierte bei der Gala seinen 53.), dessen sich der Manager und Jurist in Begleitung seiner Gattin Sigrid auf närrische Weise als würdig erwies: In seiner Antrittsrede stichelte er sogleich mit dem sprachlichen Florett gegen den Energie-Konkurrenten Städtische Werke, der gerade riesige Windkrafträder in der Region aufstellt. „Züchten Sie die Mopsfledermaus, füttern Sie den Roten Milan in Ihrem Garten“, empfahl der gebürtige Celler all jenen, die kein Windrad vor ihrer Haustür wollen. Auch Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), selbst Ehrenritter, bekam sein Fett ab. „Es wurde lange verhandelt, ob man den Weinberg verschandelt“, ätzte der Marathon-Mann über das neue Grimm-Museum.

Mit einem Karnevalsprogramm vom Feinsten sorgten die Ritter für anspruchsvolle Unterhaltung. Mandy Wienczkewicz, Laura Lukas und Miriam Pape vom TC Herkules zeigten atemberaubende tänzerische Akrobatik. Ehrenritter Ewald Griesel bewies mit dem witzigen Bericht der langen Post-Odyssee des neuen Ehrenritter-Ordens (den von Meibom gestiftet hat) fast so viel humoristisches Potenzial wie später Karnevalsprofi „Fulle-Fischer“ Marcus Leitschuh in der Bütt.

All das ist kein Selbstzweck. Sitzungspräsident und Moderator Dieter Michel öffnete in bewährter schmeichelnd-scherzender Manier die Brieftaschen so mancher gut situierter Gäste für gute Taten: Für die Jugendarbeit der Karnevalsvereine gingen während der Gala namhafte Spenden ein. Die Latte für Spendeneinnahmen (210 000 Euro in 45 Jahren) hat Michel gerade auf 230 000 Euro erhöht.

Von Peter Dilling

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