Innenausbau hat begonnen - Erste Bewährungsprobe bei Solarkongress im Sommer

Stadthalle: Rohbau im Konzertgarten steht

So soll es werden: Sandsteinfarbene Betonpfeiler prägen den Anbau im Konzertgarten der Stadthalle. Illustration: Reichel Architekten

Kassel. Nun geht’s in den Endspurt: Der Rohbau im Konzertgarten steht, im Sommer wird das Kongress Palais - Stadthalle mit deutlich mehr Platz an den Start gehen. Mit dem Weltsolarkongress Ende August wird das ausgebaute städtische Veranstaltungszentrum seine erste große Bewährungsprobe haben. Wenige Tage vorher soll es eine spektakuläre Eröffnungsshow zum Auftakt des Kultursommers Nordhessen geben. Details will man noch nicht verraten.

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„Es wird ein wunderschönes Gebäude“, sagt der Geschäftsführer der Tagungszentrum Stadthalle Kassel GmbH (TSK) und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG), Peter Ley. Er schwärmt von der „hervorragenden Harmonie“ zwischen Alt- und Neubau, dessen Betonelemente sandsteinfarben eingefärbt und mit einem Sandstrahlgerät bearbeitet wurden. Den Farbton nimmt auch die Fassadenverkleidung aus bronzefarbenem Aluminium auf, die hinter dem Betontragwerk sichtbar wird.

Für den Entwurf zeichnet der Kasseler Architekt Prof. Alexander Reichel verantwortlich. Nun läuft der Innenausbau. Zurzeit werden Heizung, Sanitäranlagen und Lüftung eingebaut sowie elektrische Leitungen verlegt. Dann folgen Parkettböden und Wandverkleidungen, Fenster und Türen. Mitte April soll die großzügige Treppenanlage zur Erschließung des zweigeschossigen Gebäudewürfels im Konzertgarten entstehen. Ende Juli will man planmäßig fertig sein. Die Kosten von knapp 6,1 Millionen Euro wurden laut Ley gehalten.

Dass die Arbeiten trotz des strengen Winters nicht in Verzug gerieten, ist einem Zelt zu verdanken. Es wurde Anfang Januar auf der Baustelle errichtet, damit man ungestört von Schnee und Eis weiter bauen konnte. Vor allem während der Gründung mussten die Arbeiter immer wieder Rücksicht auf den laufenden Betrieb in der Stadthalle nehmen. Je nach Veranstaltung wurden die Arbeiten stundenweise eingestellt. „In Ausnahmefällen waren es auch mal ganze Tage“, berichtet Ley.

Mit dem Anbau wird die Stadthalle, die in der Vergangenheit immer wieder an ihre räumlichen Grenzen gestoßen war, über 7500 statt 5500 Quadratmeter Platz verfügen. Herzstück des Anbaus ist ein 800 Quadratmeter großer Saal, der in sechs Räume unterteilt werden kann. Das darunterliegende Foyer bietet weitere 800 Quadratmeter.

Die zusätzlichen Flächen werden dringend gebraucht, um Stammkunden zu halten, die sonst wegen Platzmangels abgewandert wären. Zu den erfolgreichen Großveranstaltungen in der Stadthalle zählen unter anderem die Comicmesse Connichi und die Gesundheitstage Nordhessen. Dank des Anbaus können laut Ley künftig auch Parallelveranstaltungen stattfinden, weil die geldbringenden Hauptsäle nicht mehr wie bislang wegen Platzmangels als Nebenräume genutzt und damit blockiert würden. (els)

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