Rohr zum Meer: K+S stellt Pläne vor

Kassel. Parallel zur umstrittenen Abwasserleitung an die Oberweser bereitet der Kasseler K+S-Konzern nun konkreter die Planung einer Röhre zur Nordsee vor.

Vier Korridore zwischen dem K+S-Werk Hattorf an der Werra und einer Einleitstelle nördlich von Wilhelmshaven sollen in den Ländern Hessen, NRW und Niedersachsen vorgestellt werden.

Dazu laufen zwischen 25. März und 9. April Antragskonferenzen für geladene Träger öffentlicher Belange.

Eine Baugenehmigung stünde erst später an, genehmigungsrechtliche Voraussetzungen erwartet K+S in acht bis zehn Jahren. Ob diese dann auch genutzt werden, lässt sich der Konzern ausdrücklich offen. Alle vier Leitungsvari-anten sind länger als 400 Kilometer. Drei Korridore laufen westlich an Kassel vorbei und weiter Richtung Bielefeld, der vierte östlich Kassels an Göttingen vorbei entlang der Leine bis Hannover.

Eine Röhre zur Küste könnte Werra und Weser nach rund 100 Jahren Kali-Bergbau von Fabrikabwässern und Fluten befreien, die jeder Regen aus den Abraumhalden im Werragebiet und bei Neuhof-Ellers wäscht. Das Nordseerohr hat auch der runde Tisch zur Werrasalz-Problematik empfohlen. In Hessen gibt es dafür eine politische Mehrheit, im rot-grünen Niedersachsen hat sich die SPD noch nicht ausdrücklich dafür starkgemacht. (wrk) Planungsunterlagen: http://zu.hna.de/nordseerohr

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