Tausende kamen gestern zum Maifest mit Pflanzenbörse in den Botanischen Garten

Rosenfreundin: Mareike Siebling (13) aus Kassel suchte bei der Pflanzenbörse Rosen aus für ihr Beet im großen Garten ihrer Eltern Regina Engelhard und Arne Siebling (im Hintergrund).

Kassel. Ohne Regenschirm ging nichts beim Maifest im Botanischen Garten. Die Pflanzenfreunde strömten Sonntag dennoch in Scharen über das Gartengelände, schnupperten an duftenden Rosen und Küchenkräutern.

Viele deckten sich mit frischen Pflanzen für Balkon und Garten ein. Auch Regula Ohlmeier, Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes und Initiatorin des Freundeskreises Botanischer Garten, ließ sich die gute Laune nicht nehmen. „Das ist Gärtnerwetter“, sagte sie. Den Regen hatten die Gartenfreunde nach wochenlanger Trockenheit herbeigesehnt. Zwischen den Schauern zeigte sich zum Glück auch immer wieder die Sonne. 24 Aussteller präsentierten bei der Pflanzenbörse ihre botanischen Schätze und allerlei Zubehör vom Spaten bis zur Gießkanne. Üppig blühende Rosen und seltene Orchideenarten wie der nordamerikanische Frauenschuh, blühende Kakteen und Heilkräuter, Honig und Bienenwachskerzen - das Angebot war üppig. Und nebenan lockte auch noch der Frühlingsmarkt des Werkhofs mit Kunsthandwerk. Gar nicht einfach, sich zu entscheiden.

Edith Klüttermann deckte sich mit arabischer Pfefferminze und dreifarbigem Salbei ein. „Das sieht einfach schön aus“, sagte die 48-Jährige, die als „leidenschaftliche Köchin“ Heil- und Gewürzkräuter schätzt. Begehrt waren auch die zwölf verschiedenen Basilikumsorten, die der Freundeskreis Botanischer Garten anbot, darunter Zitronenbasilikum, Thaibasilikum und wildes Basilikum. Eine Offenbarung für Kochfreunde. „Das regt die Geschmacksnerven an“, sagte Klaus Haack gut gelaunt. „Ich stelle mir immer eine Lammkeule dazu vor.“

Im Schulgarten wartete das schulbiologische Zentrum mit einem abwechslungsreichen Kinderprogramm auf. Dort gab es fleischfressende Pflanzen ebenso zu bestaunen wie die Entwicklung des Nachtpfauenauges von der Raupe bis zum prächtigen Schmetterling. Wer wollte, konnte einige der haarigen Schützlinge in Obhut nehmen und bis zu ihrer Verpuppung zu Hause fleißig mit frischen Blättern füttern.

Von Ellen Schwaab

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