Rossing: Salzmann ist nicht mit 7,7 Mio. Euro belastet

Kassel. Dennis Rossing hat am Mittwoch die Darstellung der HNA zurückgewiesen, wonach das ihm gehörende Salzmann-Areal mit Sicherungshypotheken von insgesamt 7,7 Millionen Euro belastet ist. Diese Forderungen seien zwar noch im Grundbuch aufgeführt, bestünden jedoch zum großen Teil nicht mehr.

Stefan Traut, Geschäftsführer von Rossings Eishallen-Betriebsgesellschaft, hat dazu entsprechende Dokumente vorgelegt.

Die Forderung des ehemaligen Huskies-Geschäftsführers und Anwalts Fritz Westhelle in Höhe von etwa 90 000 Euro sei mittlerweile beglichen, sagte Traut. Für die Forderung der Huskies Sportmanagement GmbH in Höhe von 810 000 Euro legte Traut eine Löschungsbewilligung vor. Die Sicherungshypothek war an die Deutsche Eishockeyliga (DEL) weitergereicht worden, um die Lizenz für die erste Liga abzusichern - dort spielen die Huskies aber seit ihrer Insolvenz nicht mehr.

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Die Sicherheiten für Simon Kimm in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro sind aufgehoben. Mit der Eintragung ins Grundbuch hatte Kimm den geplanten Verkauf der Eishalle an Dennis Rossing absichern wollen. Dieser kommt aber nicht zustande, da Rossing die Kaufsumme in Raten bezahlen wollte, was Kimm ablehnt. Rossing hatte allerdings angekündigt, weiterhin am Kauf interessiert zu sein. Dieser müsse aber dann jedoch nicht zwangsläufig über das Salzmann-Areal abgesichert werden, sagte Traut. Zwei weitere Forderungen aus dem Grundbuch sind laut Traut noch aktuell: Eine der VR-Bank Bad Hersfeld in Höhe von 400 000 Euro (diente zur Finanzierung der Huskies, im Grundbuch stehen noch 450 000 Euro), eine weitere der LKK Kassel in Höhe von 800 000 Euro (diente zum Kauf des Salzmann-Areals, im Grundbuch stehen noch 1,4 Mio. Euro).

Traut hat außerdem ein Gutachten über den Verkehrswert für das Salzmann-Areal vorgelegt. Darin wird die Summe auf 9,9 Mio. Euro taxiert. In der Bilanz von Rossings Unternehmen Rosco wurden 1,9 Mio. Euro als Buchwert aufgeführt. (hai)

Hintergrund: Salzmann - Fabrik, Kultur, Rathaus

„Salzmann & Comp“, die Textilfirma Salzmann in Bettenhausen, existierte von 1876 bis 1971. Sie gehörte zu den führenden Unternehmen Deutschlands in der Produktion von Gewebe für Industrie, Schifffahrt, Eisenbahn und Militär. Die Kulturfabrik Salzmann wurde dort 1987 zur Documenta 8 eingerichtet. Im August 2012 begann der Abriss an der Sandershäuser Straße mit den nicht denkmalgeschützten Produktionshallen. Der Bad Hersfelder Eigentümer Dennis Rossing will das Industriedenkmal in ein Behörden- und Dienstleistungszentrum umbauen und der Stadt als Technisches Rathaus vermieten.

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