Pläne für Umbau Eissporthalle

Behördenzentrum Salzmann: Rossing will ohne Geld von der Stadt bauen

Kassel. Investor und Huskies-Boss Dennis Rossing will ohne Finanzzuschüsse der Stadt Kassel das Industriedenkmal Salzmann für 21,5 Millionen Euro in ein Behördenzentrum umbauen und die alte Eissporthalle am Auestadion modernisieren.

„Ich will kein Geld von der Stadt“, bekräftigt Rossing gegenüber der HNA. Der aus Bad Hersfeld stammende und jetzt in München lebende Investor und Mitinhaber der Firma Rosco will beide Bauvorhaben mit eigenem Geld stemmen.

Was Rossing von der Stadt möchte, ist ein langfristiger Mietvertrag für die Hälfte der Büroflächen im geplanten Behördenzentrum auf dem Salzmann-Gelände im Stadtteil Bettenhausen.

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In den Büros sollen künftig die städtischen Mitarbeiter aus den Bereichen Verkehr, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen in einem Technischen Rathaus unter einem gemeinsamen Dach arbeiten.

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Nachdem die Pläne für eine große Veranstaltungshalle auf dem Gelände an der Sandershäuser Straße gescheitert sind, wäre der Umbau der denkmalgeschützten Industriegebäude in ein Behördenzentrum die derzeit einzige realistische Chance, das Industriedenkmal vor dem weiteren Verfall zu bewahren und langfristig zu sichern.

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Ein ursprünglich geplantes, großes Einkaufszentrum will die Stadt dort auf keinen Fall zulassen. Ob Ämter nach Bettenhausen umziehen und die Stadt Ankermieter im Behördenzentrum werden soll, müssen die Stadtverordneten entscheiden. Die SPD-Fraktion steht dem aufgeschlossen gegenüber, die Grünen zögern noch. CDU, FDP und Linke lehnen ein Technisches Rathaus derzeit ab. Noch gibt es keine Mehrheit für die Pläne, über die jetzt möglichst rasch entschieden werden soll.

Die alte Eissporthalle will Rossing für 14 Millionen Euro modernisieren und in eine Veranstaltungsarena verwandeln, die für Konzerveranstalter wieder attraktiv wäre.

Von Jörg Steinbach

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