Geschäftsführer: Stadt und GNH reagieren nicht auf Kaufinteresse

Rot-Kreuz-Klinik will Park Schönfeld - Kein Interesse an Gesprächen?

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Park Schönfeld

Kassel. Es gibt Streit zwischen zwei Kasseler Kliniken: Das Rot-Kreuz-Krankenhaus (RKH) möchte die frei werdende Kinderklinik Park Schönfeld von der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) übernehmen. „Doch mit uns spricht keiner“, klagt RKH-Geschäftsführer Michael Gribner.

„Wir bedauern, dass es seitens des Klinikums und der Stadt kein Interesse gibt, mit uns in Gespräche einzutreten.“ Seit drei Monaten bemühe man sich darum.

Das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld zieht ab 1. Dezember in den Neubau am Klinikum auf dem Möncheberg, das Traditionshaus an der Frankfurter Straße wird dann frei. Das RKH wird derzeit aufwendig ausgebaut und leidet aus diesem Grund unter räumlicher Enge.

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Bürgermeister Jürgen Kaiser, zugleich Aufsichtsratschef der kommunalen GNH, widerspricht den Vorwürfen Gribners. Es habe mit Vertretern des RKH bereits Hausbesichtigungen gegeben, auch Bauunterlagen seien vorgelegt worden. Allerdings sei das RKH „ein Interessent wie andere auch“, sagt Kaiser. Konkrete Verkaufsverhandlungen habe es bislang mit keiner Seite gegeben. Dies werde erst nach dem Auszug der Kinderklinik in Angriff genommen und könne sich noch über das kommende halbe Jahr erstrecken, sagt Kaiser. Zur genauen Zahl der vorliegenden Angebote und möglichen Folgenutzungen des Gebäudes machte Kaiser keine Angaben.

Weitere Infos gibt es im RegioWiki.

Michael Gribner vom Rot-Kreuz-Krankenhaus mutmaßt, das Klinikum wolle das Gebäude nicht an einen Wettbewerber veräußern. „Wir könnten dort einsteigen, ohne dem Klinikum wehzutun“, sagt Gribner. Das RKH habe zum Beispiel eine Kooperation im Bereich der Palliativmedizin angeboten und würde auch einige Mitarbeiter übernehmen. Könne man die Immobilie kurzfristig erwerben, sei gleichermaßen etwas für die Quartiere Südstadt und Wehlheiden getan.

Von Martina Heise-Thonicke und Axel Schwarz

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