Magen-Darm-Erkrankungen: In Kassel fast 60 Prozent weniger Infektionen

Rotaviren auf dem Rückzug

Für sie ist es besonders schlimm: Bei Säuglingen gehen Magen-Darm-Infektionen infolge von Rotaviren oft mit starkem Durchfall, Erbrechen und Fieber einher. Foto: dpa

Kassel. In der Stadt und im Landkreis Kassel sind Infektionen mit dem Rotavirus zurückgegangen. Im vergangenen Jahr infizierten sich laut der Techniker Krankenkasse (TK) in der Stadt 44 Menschen. 2008 waren es noch 103. Das entspricht einem Rückgang um 57 Prozent. Im Landkreis gingen die Infektionen um 27 Prozent zurück, von 107 im Jahr 2008 auf 78 im vergangenen Jahr.

Rotaviren sorgen für Magen-Darm-Infektionen, die vor allem bei Säuglingen oft mit starkem Durchfall, Erbrechen und Fieber einhergehen. Am stärksten haben sich die Infektionszahlen in den Landkreisen Limburg-Weilburg mit 96 Prozent und Groß-Gerau mit 93 Prozent verringert.

Insgesamt haben sich der TK zufolge in Hessen im vergangenen Jahr 1742 Menschen mit Rotaviren infiziert. Damit ist die Zahl der Infektionen innerhalb der vergangenen sechs Jahre um rund 40 Prozent zurückgegangen. Die TK beruft sich in der Mitteilung auf Daten des Robert-Koch-Instituts. 2008 wurden demnach in Hessen noch 2924 Erkrankungsfälle registriert. Bundesweit ging die Zahl der Rotaviren-Infektionen um 38 Prozent zurück von 77 546 im Jahr 2008 auf 48 314 im vergangenen Jahr.

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt für Säuglinge ab einem Alter von sechs Wochen die allgemeine Rotaviren-Schluckimpfung. Diese ist seit diesem Jahr eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die TK empfiehlt: Eltern sollten sich in jedem Fall von ihrem Kinderarzt beraten lassen und mit ihm Nutzen und Risiken einer Impfung abwägen. (mkx)

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