Neues Ausstellungsstück

Acht Tonnen schwerer Spaltgaskühler ins Kasseler Technikmuseum geliefert

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Maßarbeit: Der frisch gestrichene und aufgearbeitete Spaltgaskühler aus dem Jahr 1985 wiegt acht Tonnen. Am Samstag wurde er im Technikmuseum Kassel an der Wolfhager Straße angeliefert. 

Kassel. Im Kasseler Technikmuseum gibt es einen spektakulären Neuzugang. Kürzlich wurde ein acht Tonnen schwerer Spaltgaskühler angeliefert.

Bis vor wenigen Wochen war er zusammen mit 13 weiteren baugleichen Geräten bei Shell in Köln bei der Herstellung von Ethylen im Einsatz.

„Das ist der Grundstoff für 80 Prozent aller gängigen Kunststoffe“, sagt Karsten Stückrath. Er ist Geschäftsführer der Arvos GmbH/Schmidt’sche Schack mit Sitz an der Ellenbacher Straße in Bettenhausen.

Die Firma ist weltweit mit solchen Produkten erfolgreich und hat gerade die neueste Generation Spaltgaskühler für die petrochemische Produktion bei Shell geliefert. „13 der alten Kühler aus dem Jahr 1985 wurden verschrottet, der 14. steht jetzt im Technikmuseum“, sagt Stückrath.

Mit diesem Spaltgaskühler ist bis vor kurzem 900 Grad heißes Rohöl oder Erdgas innerhalb von Sekundenbruchteilen auf 400 Grad abgekühlt worden. Das ist die Voraussetzung für die Weiterverarbeitung. Jetzt bereichert dieses technische Spitzenprodukt aus Kassel die Sammlung des Museums in Rothenditmold. Dort stehen bereits Exponate der Vorgängerfirma, der Schmidt’schen Heißdampfgesellschaft. 

„Das ist eine der wenigen Firmen, die früher Technik für Dampflokomotiven gebaut haben und heute immer noch existieren“, sagt Bernd Scott vom Technikmuseum. Er freut sich über die breite Unterstützung von der Geschäftsführung der Schmit’sche Schack, über die Shell AG bis zur Firma Lindig auf Kaufungen, die die Hebebühne zur Verfügung gestellt hat. Den Kontakt hat zwischen dem Technikmuseum und den Firmen hat Axel Freitag hergestellt. Der frühere Geschäftsführer bei dem Weltmarktführer in Bettenhausen engagiert sich heute im Museum.

Freunde über das Gemeinschaftsprojekt: Karsten Stückrath (von links) mit Axel Freitag, Bernd Scott und Frank Gehlen.

In den ehemaligen Hallen von Henschel zeigt das Technikmuseum von Dampfmaschinen über die erste Kasseler Dampflokomotive, den Drache, bis zu einem Original-Transrapid zahlreiche interessante Produkte der Kasseler Technikgeschichte.

Dazu gehören auch historische Straßenbahnen der Kasseler Verkehrsgesellschaft sowie eine große Henschellokomotive.

  • Technikmuseum, Wolfhager Straße 109. Das Museum ist mittwochs bis freitags von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder unter sechs Jahren frei.

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