Vorstandsvorsitznder besuchte Werk und begleitete Mitarbeiterin

Daimler-Chef Zetsche stand in Kassel am Band

Mary Gajewksi

Kassel. Prominenter Besuch im Mercedes-Benz-Achsenwerk in Kassel: Am Mittwoch besuchte Konzernchef Dr. Dieter Zetsche erstmals den Daimler-Fertigungsstandort in Nordhessen.

Grund war die Aktion „Tandem“, bei der es darum geht, stärker in persönlichen Kontakt mit Mitarbeitern in den Werken zu treten – in diesem Fall Mary Gajewski, die in der internen Kommunikation des weltweiten Leitwerks für Lkw-, Van- und Geländewagenachsen arbeitet.

Die 39-jährige gelernte Industriekauffrau aus Kassel hat sich in einem konzernweiten IWettbewerb um einen Tag mit dem Vorstandsvorsitzenden gegen 250 Konkurrenten durchgesetzt. Ihr Videobeitrag über ihren Arbeitsalltag heimste bei einer Abstimmung unter der Belegschaft die meisten Stimmen ein und gefiel auch dem obersten Chef am besten.

So kam Zetsche also mit dem Flieger über Calden nach Kassel, nahm mit der verheirateten Mutter zweier Kinder an einer Sitzung zur Vorbereitung des Mitarbeitertags im September teil, aß mit den Mitarbeitern zu Mittag, unternahm eine Tour durch das Werk, stellte sich den Fragen der Beschäftigten zum Thema Gesundheitsvorsorge und half bei der Montage einer Achse für den schweren Lkw Actros.

„Ich habe einen guten Eindruck von dem Standort und seinen Mitarbeitern gewonnen“, sagte der promovierte Elektro-Ingenieur. Sie lieferten eine Top-Qualität, seien hocheffizient und damit wettbewerbsfähig und innovativ. „Ich habe faszinierende technische Lösungen gesehen, die zeigen, dass hier kreative Köpfe am Werk sind“, lobte Zetsche die Kasseler Werker. Und wie empfand Gajewski den Besuch des Bosses mit dem markanten Schnauzbart? „Das war super. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Herr Dr. Zetsche ist ein sehr angenehmer Gast“, sagte sie. Im Gegenzug fährt sie nächste Woche in die Konzernzentrale und begleitet Zetsche einen Tag bei dessen Arbeit. Das dürfte sehr interessant werden, denn die Kasslerin nimmt unter anderem am Investorentag teil, an dem sich der Vorstand den Fragen von Analysten und Branchenkennern, Banken- und Aktionärsvertretern stellen sowie Strategien erläutern muss.

Zetsche bedauerte es, dass der persönliche Kontakt zu allen Beschäftigten angesichts einer Mitarbeiterzahl von fast 280 000 unmöglich sei. Das Intranet biete die Chance, zumindest mit einem Teil von ihnen indirekt ins Gespräch zu kommen.

Das Werk Kassel fertigt mit seinen rund 3100 Beschäftigten insbesondere Achsen für Lkw, Busse, Transporter und Geländewagen – im vergangenen Jahr waren es 540.000. Das ist ein hervorragender Wert. Der Standort arbeitet wegen der weltweit insgesamt guten Lkw-Konjunktur an der Kapazitätsgrenze.

Mehr Infos zum Mercedes-Werk in Kassel finden Sie in unserem Regiowiki.

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