Nadelöhr für Fußgänger

Enger Bürgersteig an den „Drei Brücken“ ist Thema bei Bürgerversammlung 

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Seit Jahren eine Gefahrenstelle: Unter den drei Brücken (Bild) auf der Wolfhager Straße haben Fußgänger wenig Platz. Zwei Passanten kommen kaum aneinander vorbei.

Rothenditmold. Verkehrsprobleme gehören zu den „Dauerbrennern“ in Rothenditmold. Da geht es beispielsweise um Raser auf der verkehrsberuhigten Naumburger Straße, um den Lkw-Zuliefererverkehr des Mercedes-Benz-Achsenwerks, um Fußgänger, die sich auf einem engen Bürgersteig durch die „Drei Brücken“ schlängeln müssen.

Und um die marode, unbeleuchtete Schillerstraße zwischen Hauptbahnhof und Philippistraße.

Diese Brennpunkte werden sich in einem Forderungskatalog wiederfinden, den der Ortsbeirat Rothenditmold im Vorfeld einer Stadtteilbegehung am 6. Mai und der darauf folgenden Bürgerversammlung am 24. Mai dem Magistrat vorlegen wird. Nach Ansicht des Ortsbeirats leiden viele Rothenditmolder nach wie vor unter dem Lärm schwerer Lkw, die das Achsenwerk beliefern.

Die Fahrzeuge kehren nach der Entladung teilweise wieder in den Ortskern zurück, obwohl sie theoretisch auch über das Werksgelände Richtung Schenkebier Stanne fahren könnten. Das Achsenwerk zeige sich da – wie in anderen Fällen auch – sehr kooperativ, sagte Rothenditmolds Ortsvorsteher Rolf Lösking (SPD). Dieser Route steht aber eine alte, nicht mehr benutzte Gewölbebrücke im Weg, die zu eng für Lkw ist.

Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) habe es nun entgegen einer Zusage des früheren Leiters des Straßenverkehrsamts, Gunnar Polzin, abgelehnt, dieses Hindernis abzureißen, sagte Norbert Hornemann, stellvertretender Ortsvorsteher (CDU). Nolda habe sich auf ungeklärte Eigentumsverhältnisse berufen.

Bei der Ortsbegehung wird dieses Thema wohl noch einmal auf den Tisch kommen, genauso wie die marode, unter dem Gewicht der Lkw Lärm verursachende Anlieferungszufahrt zum Werksgelände. „Das scheppert fürchterlich“, sagte Schriftführer Heinrich Rüppel.

Hortplätze nötig

Wann wird in Rothenditmold neuer Raum für Hortplätze geschaffen? Das will Hans Roth vom linken Wahlbündnis AUF fragen. Die Hortgruppen seien derzeit in der Valentin-Traudt-Schule untergebracht, obwohl die Schule diese Räume selbst für Unterrichtszwecke benötige.

Der Ortsbeirat will ferner wissen, wie es mit dem geplanten Familienzentrum und der Bewegungslandschaft in der Döllbachaue weitergehen soll. (pdi)

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