Skater aus vielen Ländern zu Gast

Zum 25. Geburtstag: Skatepark Mr. Wilson hat neues Gelände eröffnet

+
Mr. Wilson eröffnet neues Außenreal in Kassel

Kassel. „Cool ist es, sonst wären wir nicht hier“, sagt Siegmar Rüb aus Velbert, das liegt in der Nähe von Düsseldorf. Rüb schaut am Samstagnachmittag seinem 14-jährigen Sohn Leon zu, wie dieser erstmals seine Kunststücke mit seinem Skateboard im neuen Mr. Wilson-Außenareal in Rothenditmold macht.

Der "1. Skateboardverein Kassel - Mr. Wilson“ hat den 1000 Quadratmeter großen Freiluft-Skatepark in der Kesselschmiede auf dem ehemaligen Henschel-Gelände eröffnet. Und sich damit ein besonderes Geschenk zum 25. Geburtstag gemacht. 1989 wurde der Verein gegründet.

Zu den Gästen zählen nicht nur viele Skater aus Kassel, sondern aus ganz Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz. Die richtig guten Skater, so wie Leon aus Velbert, werden in zwei Wochen schon wieder kommen: Dann finden nämlich hier die Deutschen Skateboard-Meisterschaften statt. Allerdings nebenan in der Halle, die bereits im Jahr 2012 eröffnet wurde.

Lesen Sie auch: 

- 25 Jahre Skateboardverein in Kassel: Als ein Trend ins Rollen kam

Am Samstag stand aber der neue Außenbereich im Mittelpunkt. „Wir sind gerade noch rechtzeitig fertig geworden, haben sozusagen eine Punktlandung hingelegt“, sagt Matthias Weiland, Geschäftsführer des Vereins.

Zwei Jahre lang haben die Skater für ihren Außenbereich geschuftet. Der Beton für die Rampen sei komplett mit der Hand angemischt worden, erzählt Weiland. Der Verein hat für den Skatepark unter freiem Himmel Materialspenden in Höhe von 35.000 Euro bekommen.

Dass die Kasseler Skater viel leisten können, haben sie in den vergangenen 25 Jahren gezeigt: Sie haben in diesem Zeitraum bereits ihre dritte Halle aufgebaut.

Mr. Wilson eröffnet neues Außenareal

Mr. Wilson: Skateboardverein eröffnet neues Außenareal

Vom Niveau her sei die neue Außenanlage genauso gut wie ein professioneller Park, ist sich Weiland sicher. Wenn eine Firma die Rampen gebaut hätte, hätte das allerdings zwischen 200.000 bis 300.000 Euro gekostet.

Geld, das die Kasseler Skater nicht haben. Derzeit erhält der Verein 30.000 Euro jährlich von der Stadt Kassel. Das Geld reiche für die Miete, aber nicht für die Nebenkosten, die in den alten Fabrikhallen relativ hoch seien. Die Nebenkosten würden durch Vereinsbeiträge und durch Eintrittsgeld finanziert. Weiland bedauert, dass der Verein Eintritt kassieren muss. „Die Kids, die keine Kohle haben, können nicht zu uns kommen.“

Am Samstag zur Einweihungs-Geburtstags-Party war der Eintritt allerdings frei. (use)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.