Zukunft des Geländes

Einsatz für Henschelgelände: Stadt sagt Unterstützung bei Verhandlungen zu

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Volles Haus bei der Ausstellungseröffnung: Ins Technikmuseum kamen am Sonntag zahlreiche Besucher, um die neuen Exponate sowie die der Dauerausstellung zu sehen. Mit dabei waren auch Baurat Christof Nolda und Kulturdezernentin Susanne Völker.

Kassel. Das ehemalige Henschelgelände in Rothenditmold hat eine teilweise glänzende Vergangenheit – und möglicherweise auch gute Zukunftsaussichten.

Darauf hoffen jedenfalls alle Beteiligten, die aus dem ehemaligen Standort des größten Lokbauers in Europa eine spannende Adresse für Kunst und Kultur gemacht haben. Dazu gehören die Betreiber des Technikmuseums, die Nachbarn vom Henschelmuseum, die 150 Künstler und Musiker aus der ehemaligen Hammerschmiede sowie die Skater, die gerade als Regionalstützpunkt für diese olympische Disziplin geadelt wurden.

Signale vom Eigentümer

Sie alle freuten sich, das am Sonntag mit Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) und Kulturdezernentin Susanne Völker (parteilos) gleich zwei hochrangige Vertreter der Stadt zu einer Ausstellungseröffnung gekommen waren. Sie sagten die Unterstützung der Stadt bei den Verhandlungen für die weitere Nutzung des Geländes zu. Es gäbe Signale vom Eigentümer, dass das Interesse an einer städtebaulichen Weiterentwicklung und einer langfristigen Perspektive für die Initiativen gewachsen sei, sagte Baurat Nolda.

Knallrote Feuerwehrautos: Ein kompletter Henschel-Löschzug steht im Technikmuseum.

„Wir werten das als ein gutes Zeichen“, sagte Ewald Griesel vom Vorstand des Trägervereins für das Technikmuseum. Der betreibt zwei große Hallen auf dem Gelände und zeigt seit gestern eine Sonderausstellung zur Industriekultur in Hessen. Die wurde für den Hessentag im vergangenen Jahr konzipiert. Einer der Kooperationspartner war das Landesamt für Denkmalpflege. Auf den Denkmalschutz setzen insbesondere die Unterstützer des Technikmuseums. „Die Dächer müssten dringend saniert werden, es regnet immer wieder durch“, sagt Bernd Scott.

Eigentümer des Geländes ist der Luxemburger Aroundtown-Konzern, dem auch das Areal am ehemaligen Henschel-Standort Mittelfeld gehört. Dort werden derzeit Millionen in die Entwicklung investiert.

Historische Dampfwalze: Hier geht es zum Henschelmuseum auf dem ehemaligen Werksgelände in Rothenditmold.

Einen Aufschwung für Rothenditmold erhoffen sich sowohl die Mieter von den Museen bis zu den Skatern als auch die Stadt Kassel. Unter anderem für die Bewerbung als europäische Kulturhauptstadt könnte das Gelände mit seinen vielfältigen Nutzungen ein wichtiger Baustein sein. Dass sich Kassel mit seinen denkmalgeschützten Industriebauten nicht verstecken muss, zeigt die Ausstellung, die gestern eröffnet wurde. Da stehen das Wasserkraftwerk Neue Mühle in Niederzwehren und die ehemalige Salzmannfabrik in Bettenhausen in einer Reihe mit dem Frankfurter Hauptbahnhof und der Sektkellerei Henkell in Wiesbaden.

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