Keine Hinweise zur Ursache

Nach Großbrand in Kassel: Eigentümer wollen Betrieb wieder aufbauen – Schaden in Millionenhöhe

Das Unternehmen will den Betrieb in Rothenditmold wieder aufbauen: Christine Böhmelt in den Ruinen der früheren Fahrzeughalle des Garten- und Landschaftsbaubetriebes an der Angersbachstraße.
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Das Unternehmen will den Betrieb in Rothenditmold wieder aufbauen: Christine Böhmelt in den Ruinen der früheren Fahrzeughalle des Garten- und Landschaftsbaubetriebes an der Angersbachstraße.

Ein Großbrand zerstörte einen Gartenbaubetrieb in Kassel vollständig. Es gibt kaum Hinweise zur Ursache. Die Eigentümer wollen nun alles wieder aufbauen.

Kassel – Auch zwei Wochen nach dem Großbrand auf dem Gelände des Gartenbaubetriebs Böhmelt in Rothenditmold steht die Brandursache nicht fest. Auch wenn das abschließende Gutachten noch aussteht, ist klar, dass der Schaden in die Millionen gehen wird.

Als die Feuerwehr eintraf, sei am Gebäude und auf dem Gelände alles verschlossen gewesen, sagt Christine Böhmelt. Einbruchsspuren, die belegen, dass jemand sich unrechtmäßig Zutritt auf das Gelände verschafft hat, haben die Brandermittler nicht finden können. „Hinweise auf vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung gibt es bislang nicht“, bestätigt auch Polizeisprecher Matthias Mänz.

Großbrand in Kassel: Vielzahl an Fahrzeugen zerstört

Fest steht: Der Brand muss relativ zentral in der hölzernen Halle ausgebrochen sein, so beschreibt es Böhmelt, die zusammen mit ihrem Mann den Betrieb führt. Dort hatte das Unternehmen für Garten- und Landschaftsbau eine Vielzahl seiner Fahrzeuge abgestellt. 41 Fahrzeuge, darunter mehr als 20 Traktoren, sind durch den Großbrand in Kassel zerstört worden. Das Feuer hatte sich trotz gemauerten Brandschutzwänden im gesamten Gebäude ausgebreitet.

Kaum mehr zu erkennen: Mehr als 40 Fahrzeuge darunter Bagger und Traktoren wurden von den Flammen zerstört.

Großbrand in Kassel: Flammen schlugen meterhoch

Die Flammen schlugen meterhoch in den Himmel. Die Rauchsäule war im gesamten Stadtgebiet zu sehen. Selbst für die Ermittler, die in den vergangenen Tagen die Brandstelle in Kassel untersucht haben, war es zuletzt schwierig, die einzelnen Fahrzeuge noch zuzuordnen, so Böhmelt. Auch ein Wohnwagen der Familie stand auf dem Gelände, er ist regelrecht zusammengeschmolzen.

Die Fahrzeuge, die vom Feuer verschont wurden, kann das Unternehmen auf einem angrenzenden Grundstück an seinem zweiten Standort an der Mombachstraße abstellen. „Wir haben dort unseren vorläufigen Fuhrpark eingerichtet“, sagt Stefan Böhmelt. Einige Fahrzeuge sind bereits neu gekauft worden. „Wir begrüßen in dieser Woche nahezu jeden Tag ein neues Mitglied in unserer Fuhrparkfamilie“, ergänzt Christine Böhmelt. Nach dem Abriss soll auf dem Gelände in Rothenditmold neu gebaut werden. „Wir wollen alles wieder aufbauen, und es wird hier weitergehen“, sagen die Böhmelts. Sie sind zuversichtlich.

Großbrand in Kassel: Container wird als Büro genutzt

Was den Zeitplan angehe, sei man allerdings von den Versicherungen abhängig. Seine Arbeit führt das Unternehmen aber ohne Einschränkungen fort. „Das haben wir schon am Tag nach dem Brand gemacht“, sagt Christine Böhmelt. Übergangsweise wird ein Container auf dem Gelände an der Angersbachstraße als Büro genutzt.

Großeinsatz: Das Feuer war in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Archivfoto: Dieter Schachtschneider

Nach Brand in Kassel: Auch umliegende Gebäude beschädigt

Auch die umliegenden Gebäude sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Dort ist unter anderem die Deutsche Angestellten Akademie (DAA) mit Verwaltungsräumen und einer Altenpflegeschule ansässig. „An der Seite unseres Gebäudes, die zum Brandherd hin liegt, sind nahezu alle Fensterscheiben zumindest auf der Außenseite gerissen“, sagt Michael Schulze, Kundenzentrumsleiter der DAA in Kassel.

Auch die Holzelemente seien durch die Hitze verzogen, sodass sich die Fenster nur eingeschränkt öffnen lassen. Glücklicherweise finde durch Corona der Unterricht für die Pflegeschüler teilweise online statt – mit der Folge, dass es keine Raumprobleme gebe. (Kathrin Meyer)

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