Besichtigung im Januar

Olympische Skater in Kassel: Kesselschmiede will Trainingsstützpunkt werden

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Die große Betonbowl: Diese poolartige Anlage ist nur ein kleiner Teil der Kesselschmiede. Insgesamt können sich die Skater auf 2000 Quadratmetern im Innen- und Außenbereich der Skatehalle mit ihren Rollbrettern austoben.

Kassel. Skateboarden wird olympisch und Kassel könnte davon profitieren. In Nordhessen soll ein Regionalstützpunkt für den Bundeskader 2020 entstehen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die Sportart für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 zugelassen. Zur Vorbereitung des Bundesteams auf die olympischen Spiele werden fünf Regionalstützpunkte gegründet. Die Kasseler Skatehalle Kesselschmiede in Rothenditmold bewirbt sich darum, einer dieser Stützpunkte zu werden. Am 6. Januar kommt der deutsche Kader mit den Bundestrainern in die Kesselschmiede.

Matthias Weiland

„Das Olympia-Team ist erst im Aufbau und es kommt im Januar zu uns, um den Jahresplan zumachen“, sagt Matthias Weiland, Geschäftsführer des Skateboardvereins Mr. Wilson, der die Skatehalle an der Brandaustraße betreibt. Aber warum treffen sich Deutschlands beste Skater in Kassel?

„Weil die Halle super ist und wir zentral liegen“, sagt Weiland. Deshalb sieht er Chancen, dass die Kesselschmiede zu einem der Stützpunkte auserkoren wird – damit wäre der Skatepark ein offizielles Trainingscamp. Sollte es so kommen, würde das der Kasseler Skatehalle, die auf Spenden angewiesen ist, enormen Auftrieb geben. „Für Sponsoren wären wir als Oympia-Trainingsort eine andere Nummer“, sagt Weiland.

Kein Skater aus der Region im Team

Noch sind die Planungen aber noch nicht so weit gediehen, auch steht das deutsche Team noch nicht fest. Der Kader wird jedes Jahr neu gesetzt. Aktuell sind es 20 Skateboarder und zwei Bundestrainer. „Die sieben das Team bis 2020 immer weiter aus“, sagt Weiland. Bis jetzt sei noch kein Mitglied aus der Region im Kader. Da spielten Skater-Hochburgen wie Berlin, Köln und Hamburg eine größere Rolle. Das Kasseler Skaterparadies wurde 2012 in der ehemaligen Industriehalle Kesselschmiede dank großem ehrenamtlichen Einsatz eröffnet. Zuvor hatte der Skateboardverein Mr. Wilson häufig seine Heimat wechseln müssen.

In Tokio werden die Skater in zwei Disziplinen antreten: Streetstyle und Park. Beim Streetstyle fahren die Skater auf einer ebenen Fläche mit nachgebildeten Straßenelementen wie etwa Treppen, Mauern und Geländer. Bei Park wird vor allem in poolartigen Gebilden gefahren. Für beide Disziplinen gibt es in Kassel Trainingsbereiche.

Mr. Wilson Skatehalle: Entsteht hier bald ein olympischer Trainingsstützpunkt?

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