36-Jähriger wollte Handtasche der Frau

Nach brutaler Messerattacke in Rothenditmold: Mann räumt Tat ein

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Polizeieinsatz in der Frankenberger Straße in Kassel: Hier wurde Anfang Juli 2017 eine junge Frau mit einem Messer attackiert. Der Mann, der nun einräumte, die 27-Jährige verletzt zu haben, gab zu, es ursprünglich auf die Handtasche des Opfers abgesehen zu haben.

Kassel. Ein 36-jähriger Mann aus Kassel hat gestanden, am 10. Juli eine 27-jährige Frau im Kasseler Stadtteil Rothenditmold niedergestochen zu haben. Er hatte es wohl auf ihre Handtasche abgesehen.

Die brutale Messerattacke von Rothenditmold, bei der in den frühen Morgenstunden des 10. Juli 2017 eine 27-jährige Frau lebensgefährlich verletzt worden ist, ist jetzt offenbar aufgeklärt: Ein 36-jähriger Mann aus Kassel soll für die Tat verantwortlich sein. Das teilten Polizeisprecher Torsten Werner und Oberstaatsanwältin Kerstin Nedwed am Mittwochnachmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Nach Ermittlungen der Kripo-Sonderkommission sei nun der Tatverdächtige festgenommen worden. Der Mann habe gegenüber den Ermittlern die Tat inzwischen eingeräumt. Er gab bei seiner Vernehmung an, dass er es auf die Handtasche des Opfers abgesehen hätte. Im weiteren Verlauf habe er schließlich die Frau mit einem Messer schwer verletzt.

Die 27-Jährige war in der Nacht zum 10. Juli 2017 gegen 1.30 Uhr in der Frankenberger Straße im Stadtteil Rothenditmold angegriffen worden, als sie das Mehrfamilienhaus betreten wollte. Die Frau hatte daraufhin um Hilfe geschrien und Nachbarinnen waren ihr schließlich zur Hilfe geeilt. Eine Retterin hatte uns die Situation detailreich geschildert.

Der Täter war zwischenzeitlich vom Tatort geflüchtet. Die 27-Jährige war mit mehreren lebensgefährlichen Verletzungen ins Klinikum Kassel eingeliefert worden. Ihr Gesundheitszustand hat sich nach Angaben der Polizei mittlerweile wieder stabilisiert. Erst eine Woche nach dem Angriff mit dem Messer war die Frau im Krankenhaus wieder bei Bewusstsein. Zuvor war die Frau entsprechend nicht vernehmungsfähig.

Der 36-Jährige soll im Laufe des Mittwochs auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft einem Haftrichter am Amtsgericht vorgeführt werden. Dieser Richter entscheidet dann über den weiteren Verbleib des Mannes. 

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