Neuer Eigentümer sendet positive Signale – Vertrag lässt aber auf sich warten

Kasseler Skateboardverein Mr. Wilson hofft auf Dauermiete

Neue Trainingsmöglichkeiten: Der Vereinsvorsitzende Matthias Weiland (links) und Sozialarbeiter Torsten Opper haben den Parcours schon getestet. Die Halle soll ebenfalls einmal Trainingsraum werden.
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Neue Trainingsmöglichkeiten: Der Vereinsvorsitzende Matthias Weiland (links) und Sozialarbeiter Torsten Opper haben den Parcours schon getestet. Die Halle soll ebenfalls einmal Trainingsraum werden.

Der Skateboard-Verein „Mr. Wilson“ - von der Stadt Kassel finanziell gefördert - hofft auf einen langfristigen Mietvertrag für seine Halle an der Brandaustraße und hat große Pläne für die Zukunft.

Rothenditmold – Seit 2012 ist der Skateboard-Verein Kassel in der Skatehalle „Mr. Wilson“ an der Brandaustraße beheimatet – in der dritten Halle, die der umzugserprobte Verein gemietet hat. Doch auch dieses Domizil war bisher nicht auf Dauer gesichert. Die Skateboarder hatten einen auf fünf Jahre befristeten Mietvertrag bekommen, der sich danach jeweils um ein Jahr verlängerte, aber auch gekündigt werden konnte.

Im Frühjahr hat ein neuer Eigentümer das Henschelareal übernommen, der Berliner Immobilienentwickler Sector 7, der bundesweit Erfahrung mit der Umnutzung von Industrieimmobilien hat, und bereits in Kassel am Holländischen Platz ein Projekt betreibt. Darauf ruht jetzt die ganze Hoffnung des Vereins: Er setzt darauf, nun endlich einen langfristigen Mietvertrag zu bekommen.

„Wir haben positive Signale erhalten“, sagt der Vorsitzende Matthias Weiland. Doch Sector 7 will zunächst ein Nutzungskonzept für das gesamte ehemalige Industrieareal entwickeln, bevor das Unternehmen sich endgültig festlegt. Der von der Stadt Kassel finanziell geförderte Verein hat große Pläne: Den bisher als Lager genutzten Trakt des angemieteten, L-förmigen Hallenkomplexes will er zu einem Parcours für Street-Skateboarder ausbauen, mit einem neuen Boden versehen und auf der Galerie eine kleine Halfpipe errichten. Außerdem benötige die aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammende Skaterhalle dringend ein neues Dach. „Wir heizen momentan zum Schornstein hinaus“, berichtet der Vereinsvorsitzende.

Ein weiteres Vorhaben haben die Skater gerade abgeschlossen: Den Parcours im Außenbereich haben sie erweitert, um den Trainingsbetrieb von Skateboardern, Scooter-Piloten und BMX-Fahrern zu entzerren. In Eigenleistung haben Vereinsmitglieder das Eingangstor versetzt, alten Asphaltbelag entfernt und den Beton-Parcours modelliert. Für den Umbau und die Sanierung der Halle könne man erhebliche Sportfördermittel erhalten, sagt Weiland. Allerdings könnten entsprechende Anträge nur Erfolg haben, wenn der Verein einen auf mindestens 15 Jahre abgeschlossenen Mietvertrag nachweise. Dafür rechnet sich Weiland Chancen aus. Es habe schon drei oder vier Gespräche gegeben, Unternehmensvertreter seien sogar persönlich vor Ort gewesen. Der neue Eigentümer habe der Erweiterung des Parcours zugestimmt. Er hoffe außerdem, dass Sector 7 mit seiner Mietforderung nicht zu hohe Hürden aufbaue, so Weiland.

Von Peter Dilling

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