250.000 Euro Schaden waren entstanden

Brandstiftung in Mehrfamilienhaus: 42-Jähriger aus Kassel auf Anklagebank

Kassel. Wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung muss sich seit Dienstag ein 42 Jahre alter Mann aus Kassel vor dem Landgericht Kassel verantworten. 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 30. Mai vergangenen Jahres gegen 3 Uhr nachts Feuer in seiner Wohnung an der Rotenburger Straße im Stadtteil Rothenditmold gelegt zu haben.

Die Wohnung brannte komplett aus. Die Bewohner der übrigen sieben Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus hatten zwischenzeitlich das Gebäude verlassen. Verletzt wurde niemand.

Laut Staatsanwaltschaft entstand ein Schaden in Höhe von etwa 250 000 Euro. Mehrere Nachbarwohnungen waren durch Schäden, die das Löschwasser und Rauchgasablagerungen verursacht hatten, vorübergehend unbewohnbar. Eigentümerin des Wohnhauses ist die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel.

Kurze Zeit nach der Tat war der 42-Jährige alkoholisiert im nahe gelegenen Polizeipräsidium aufgetaucht und hatte die Tat nach den damaligen Polizeiangaben gestanden. Ein Atemalkoholtest hatte mehr als ein Promille ergeben. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Beim gestrigen Prozessauftakt äußerten sich der Angeklagte und sein Verteidiger noch nicht zu der Tat. Es wurde lediglich die Anklageschrift verlesen, weil ein für den Termin geladener Sachverständiger nicht anwesend sein konnte. Zu den Hauptverhandlungsterminen sind sieben Zeugen und zwei Sachverständige geladen. 

Fortgesetzt wird der Prozess vor der 5. großen Strafkammer des Landgerichts am Montag, 13. März, sowie am Donnerstag, 23. März, jeweils ab 9 Uhr in Saal D130 im Landgericht Kassel.

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