Tobias Kröck

Neuer Leiter der Valentin-Traudt-Schule zieht Fazit nach erstem Jahr

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Fairness zuerst: Das ist das Motto des neuen Leiters der Valentin-Traudt-Schule, Tobias Kröck.

Kassel. Die Valentin-Traudt-Schule wird von Schülern regelrecht überrannt. Auch der neue Leiter Tobias Kröck zeigt sich nach seinem ersten Jahr im neuen Job zufrieden.

Es scheint sich als echtes Erfolgsmodell zu erweisen: Seit vier Jahren ist die Valentin-Traudt-Schule (VTS) Mittelstufenschule, und der Trend sinkender Schülerzahlen, mit der die ehemalige Haupt- und Realschule in Rothenditmold lange zu kämpfen hatte, ist nicht nur gestoppt, sondern umgekehrt:

Die Valentin-Traudt-Schule wird von Schülern regelrecht überrannt. 140 mehr Schüler als noch vor drei Jahren zählt sie heute. „Wir müssen inzwischen jeden vorhandenen Raum für Unterricht nutzen“, sagt Schulleiter Tobias Kröck, der sich auf einen geplanten Neubau freut.

Als Mittelstufenschule ist die VTS in der Region einmalig, und selbst in Hessen ist das neue Schulmodell nicht häufig anzutreffen. Es besteht im Wesentlichen darin, dass die Klassen 5 bis 7, ähnlich einer Förderstufe, gemeinsam Unterricht haben. Es gibt einen Bildungsgang, der zum Hauptschulabschluss führt und einen mit dem Ziel Realschulabschluss. In den Hauptschulklassen werden nicht mehr als 20 Schüler unterrichtet. Ab der Klasse 8 gibt es einen Tag in der Woche praktischen und theoretischen Unterricht an einer beruflichen Schule. Hier bestehen Kooperationen mit der Elisabeth-Knipping-, Arnold-Bode- und Oskar-von-Miller-Schule. 

„Dadurch bieten wir eine breite berufliche Angebotspalette von Holz über Metall bis hin zu Gesundheit“, sagt Kröck: „Das sind optimale Voraussetzungen für eine berufliche Karriere.“ Unter den ersten Abgängern im Hauptschulzweig hatten zehn bereits einen unterschriebenen Ausbildungsvertrag in der Tasche. „Hier hat die Übergangsmanagerin an unserer Schule, Gabriele Biedenbach, zusammen mit dem Case-Management sehr gute Arbeit geleistet.“ 

Vier Schüler haben mit einem qualifizierten Realschulabschluss abgeschlossen und können damit direkt auf ein Oberstufengymnasium wechseln. Es gab fünf Hauptschulabschlüsse, 20 qualifizierte und 14 einfache Realschulabschlüsse. Die Schüler der VTS haben alle Chancen für eine weiterführende Schul- und Berufsausbildung.

Der gebürtige Waldeck-Frankenberger Kröck (36), der zuvor Geschichte und Powi an der Hegelsbergschule unterrichtet hat, übernahm die Schulleitung an der Wolfhager Straße zu Beginn des Jahres: mit einer Riesenportion Idealismus und Pragmatismus zugleich. „Die Schüler merken, wenn man fair ist“, lautet sein Credo. „Ich bin jederzeit ansprechbar, erwarte aber auch, dass Regeln eingehalten werden.“ Von den 610 VTS-Schülern haben die Hälfte ausländische Wurzeln. Sie werden von 50 Lehrern unterrichtet. „Es ist mir leicht gefallen einzusteigen“, lautet Tobias Kröcks Bilanz nach einem Schulhalbjahr: Ich habe ein Kollegium, das gute Arbeit leistet und zudem einen engagierten Schulelternbeirat. So ausgestattet, kann die Erfolgsgeschichte der VTS weitergeschrieben werden.

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