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Oper in Henschelhalle? Staatstheater braucht wegen Sanierung Ersatzspielstätte in Kassel

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Von: Kathrin Meyer, Mark-Christian von Busse

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Blick auf das Henschel-Areal: Im oberen Bereich verläuft die Wolfhager Straße.
Blick auf das Henschel-Areal: Im oberen Bereich verläuft die Wolfhager Straße. © Bastian Ludwig

Wegen der geplanten Sanierung des Opernhauses braucht das Kasseler Staatstheater ab Sommer 2023 eine Ersatzspielstätte. Favorit ist eine Halle auf dem Henschelareal in Rothenditmold.

Kassel – Mittlerweile geht es bei der Instandsetzung am Staatstheater aber nicht mehr nur um die Erneuerung der Technik, wie es ursprünglich geplant war. Wenn die Spielstätte ohnehin für einen längeren Zeitraum geschlossen werden müsse, prüfe man aktuell, ob nicht eine energetische Sanierung des Gebäudes Sinn mache, bestätigte ein Sprecher des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst auf Anfrage. Aktuell wird von einer Schließung von drei Jahren ausgegangen. Bisher stand ein Jahr im Raum. Fest steht: Ab Sommer 2023 darf die Bühnentechnik des Opernhauses, die Ober- und Untermaschinerie, aus Sicherheitsgründen nicht mehr eingesetzt werden.

Die favorisierte Ersatzspielstätte müsste aber instand gesetzt werden, um sie ganzjährig nutzen zu können. Die Arbeiten dafür würden mindestens etwas mehr als ein Jahr dauern. Für eine Spielzeit – also ab Sommer 2023 – müsste also in jedem Fall eine andere Übergangslösung gefunden werden. Denkbar wäre, so Staatstheater-Intendant Florian Lutz, für die Überbrückung erneut eine aufwendige Rauminstallation im Opernhaus zu installieren, ähnlich des Pandaemoniums. Die würde ohne die nicht mehr nutzbare Technik auskommen. Die mehrstöckige Gerüstkonstruktion hatte das Staatstheater zur optimalen Platzausnutzung bereits in Pandemiezeiten genutzt.

Lutz sieht die Henschelhalle als optimale Ersatzspielstätte. Allerdings dränge die Zeit, denn damit sich die Überbrückung nur auf eine Spielzeit bezieht, müsste zeitnah mit der Sanierung begonnen werden. Aus Sicht von Kulturdezernentin Susanne Völker wäre die Halle auch mit Blick auf Nachhaltigkeit eine gute Lösung. Man könne sich langfristig eine vielfältige Nutzung vorstellen. Auch das Berliner Unternehmen Sector 7, das Eigentümer des Henschelareals ist, und die gesamte Fläche entwickeln will, befürwortet das Vorhaben. (Kathrin Meyer und Mark Christian von Busse)

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