Rad-Reparatur und Café – Eröffnung im Januar 2016

In Rothenditmold entsteht ein Zentrum für die Bürger

Gewinn für den Stadtteil: Jafka-Geschäftsführer Jürgen Hartrumpf vor dem ehemaligen evangelischen Gemeindezentrum an der Wolfhager Straße. Im August sollen die Umbauarbeiten beginnen. Foto: Koch

Unter der Regie von Jafka (eine gemeinnützige Gesellschaft für Fort- und Ausbildung) soll in Rothenditmold im ehemaligen Haus der Philippus-Kirchengemeinde ein neuer Raum für Bürgerbegegnung und Weiterbildung entstehen.

Der Zeitplan für das neue Zukunftshaus von Jafka an der Wolfhager Straße ist eng gesteckt: Die Bauarbeiten beginnen im August, bis Ende des Jahres soll alles fertig sein. „Im Januar wollen wir umziehen“, bestätigt Jürgen Hartrumpf, Geschäftsführer von Jafka. Das Projekt wird mit 500.000 Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt.

Ausschlaggebend für den Kauf sei laut Jafka vor allem gewesen, dass rund um das Gebäude bereits sein sehr aktives Stadtteilleben etabliert ist.

Mittlerweile gibt es konkrete Planungen: Das Architekturbüro Sprengwerk werde sich um den Umbau der Räumlichkeiten kümmern, so Hartrumpf. Man wolle mit wenigen Eingriffen den ursprünglichen Charakter des Gebäudes erhalten. Geplant sei unter anderem eine Holzständerkonstruktion, die den ehemaligen Gemeindesaal in zwei Ebenen teilen soll.

Ins Erdgeschoss soll dann die Fahrradwerkstatt „Pedal“ ziehen, die derzeit noch an der Egelhardstraße untergebracht ist. Das Angebot der Fahrradwerkstatt von Jafka richtet sich an Langzeitarbeitslose, um ihnen eine Beschäftigungsperspektive zu bieten, auch soll gezielt die Reparatur der Fahrräder im Quartier Rothenditmold gefördert werden.

Bürgercafé geplant

Im oberen Teil der Ebene will Jafka Schulungsräume für Teilnehmer einrichten, die hier verschiedene Qualifizierungen absolvieren können. Auch die Grünfläche um das Gebäude soll beispielsweise für Gartenprojekte miteinbezogen werden. Außerdem ist ein Bürgercafé geplant, dass an einigen Nachmittagen geöffnet haben und von den Teilnehmern betreut werden soll.

„Der Kontakt mit Bürgern des Stadtteils, der damit gefördert werden soll, ist uns wichtig“, sagt Hartrumpf. Im zweiten Obergeschoss sollen außerdem Büroräume für die Mitarbeiter der Jafka entstehen.

Das Ursprungsziel einen Raum für Bürger und Vereine zu schaffen, ist allerdings nicht aus dem Blick verloren worden. Neben dem Gemeindesaal gibt es einen weiteren, kleineren Raum, den Vereine für Veranstaltungen nutzen können. Auch der Ortsbeirat könne hier beispielsweise tagen oder Bürger ihren Geburtstag feiern.

„Das ist toll und ein Gewinn für Rothenditmold. Der Ortsbeirat ist aber trotzdem ein bisschen enttäuscht“, sagt Ortsvorsteher Rolf Lösking. Für größere Veranstaltungen sei der Raum zu klein. Dem entgegnet Geschäftsführer Jürgen Hartrumpf, dass große Gemeindehäuser einfach nicht mehr zeitgemäß seien, das zeige sich jetzt schon vielfach. Da stelle sich dann häufig auch die Frage der Instandhaltung.

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